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Hier soll künftig geblitzt werden: Das zumindest wünschen sich viele Eltern von Grundschülern an der Bazeillestraße, weil die Autofahrer nicht sonderlich diszipliniert seien.

Grundschule an der Bazeillestraße

Haidhauser Eltern in Sorge: So gefährlich ist es hier

München - Der Weg zur Grundschule an der Bazeillestraße ist vielen wegen des Verkehrs zu gefährlich – Zebrastreifen, Abbiegeverbot und Blitzer gefordert.

Kinder und Eltern der Grundschule an der Bazeillesstraße in Haidhausen sind verzweifelt: Der Autoverkehr im Viertel mache den Schülern schwer zu schaffen, berichten besorgte Mütter und Väter. Denn gleich mehrere gefährliche Stellen und Kreuzungen umgeben die Schule. Auf dem Weg zu Fuß oder mit dem Radl seien viele der Schüler deshalb oft heillos überfordert, sagen sie. Das fange mit parkenden Autos an, die die Gehwege vor der Schule blockieren, und ende im täglichen Verkehrschaos an der stark befahrenen Rosenheimer Straße.

Der Elternbeirat der Grundschule suchte jetzt Hilfe beim Bezirksausschuss (BA) Au-Haidhausen. In einem Beschwerdebrief berichteten die Eltern den Lokalpolitikern recht konkret von den „massiven Sicherheitsproblemen“ ihrer Kinder auf dem Weg zur Grundschule.

Am gefährlichsten ist ihrer Meinung nach die Rosenheimer Straße, weil dort Autofahrer im täglichen Stau und Durcheinander gerne mal bei „Dunkelgelb“ oder gleich bei „Rot“ in die Kreuzungsbereiche einbiegen würden. Danach würden die Autos mitten auf dem Fußgängerüberweg stehen bleiben, wo die Kinder die Straße queren.

An der Ecke zur Pariser Straße wünschen sich die Eltern zudem eine feste Blitzanlage.

Der Bezirksausschuss will von der Stadtverwaltung nun wissen, ob und inwiefern solche Autos in den Kreuzungsbereichen von Blitzern generell erfasst werden. Aber auch ein permanentes Linksabbiegeverbot von der Rosenheimer in die Pariser Straße stand bei der Bezirksausschuss-Sitzung in dieser Woche zur Debatte – bislang gilt das Verbot nur während der Hauptverkehrszeiten.

Ebenfalls sehr riskant für Fußgänger ist nach Meinung der Eltern die Balanstraße. Hier gelte zwar Tempo 30, doch die wenigsten Autofahrer würden sich an das Geschwindigkeits-Limit halten. In der Lothringer Straße auf Höhe der Postwiese würden Autofahrer zudem häufig missachten, dass es sich um eine Spielstraße handele, kritisiert der Elternbeirat. Er schlägt Bodenwellen, Markierungen auf der Fahrbahn oder zumindest Schilder vor, um die Autofahrer aufmerksam zu machen.

Direkt vor der Schule in der Bazeillesstraße fordert der Elternbeirat zudem einen Zebrastreifen. Manche Familien, die ihre Kinder mit dem Auto brächten, würden zudem die Gehwege vor der Schule blockieren. Um alle „Falschparker“ künftig auszubremsen, brauche es an der Stelle Poller, so der Wunsch. So mancher Autofahrer dürfte sich über einen solchen Vorschlag ärgern.

Der Haidhauser Bezirksausschuss will die besorgten Eltern in ihrem Bestreben unterstützen. Die Stadt prüft nun die Möglichkeiten, inwieweit den einzelnen Forderungen Rechnung getragen werden könnte. Und auch Schulweghelfer, etwa für die stark befahrene Kreuzung Balan- und Orleansstraße, werden noch gesucht.

Anne Hund

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