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Von Links: Maximilian Heisler, Sprecher der Mietergemeinschaft und Vorsitzender des Bündnisses Bezahlbares Wohnen und Cornelia Poschner können sich über erfolgreiche Verhandlungen mit der GBW freuen.

Erfolg für Mieterinitiative

Konradinstraße: GBW kommt Mietern bei Sanierung entgegen

München - Für die Mieter an der Konradinstraße 23 bis 29 in Untergiesing geht eine Zeit der Ungewissheit zu Ende: Die Eigentümerin der Wohnanlage, die GBW-Gruppe, vermeldet eine Einigung mit dem Bündnis Bezahlbares Wohnen. Die ursprünglich geplante Vollmodernisierung ist vom Tisch.

Stattdessen gibt es eine Modernisierung „smart“, damit kein Mieter ausziehen muss. „Das ist uns besonders wichtig“, versichert Claus Lehner, Vorsitzender der Geschäftsführung der GBW-Gruppe.

Im vergangenen Jahr hatte der GBW-Plan, die 23 Wohnungen zu sanieren und die Anlage aufzustocken, für Verunsicherung gesorgt. Von „fatalen Folgen“, sprach damals Maximilian Heisler, Sprecher der Mietergemeinschaft und Vorsitzender des Bündnisses Bezahlbares Wohnen. Viele Bewohner hätten gesundheitliche und finanzielle Schwierigkeiten. Der Bezirksausschuss warnte ebenfalls vor einer Mietsteigerung und forderte die Stadt auf, die Wohnungen zu kaufen. Nun haben die Gespräche eine andere Lösung gebracht.

Zahlreiche Mietervorschläge seien in den Maßnahmenkatalog für die Modernisierung „smart“ eingeflossen“, teilte die GBW mit. Vor allem die Bedürfnisse älterer Bewohner und soziale Härtefälle würden berücksichtigt. „Es ist ein Kompromiss, mit dem alle leben können“, freut sich Lehner. Von fairen Gesprächen spricht auch Heisler. Insbesondere bei der Einstufung sozialer Härtefälle werde die Initiative sich mit der GBW abstimmen. Bei der Modernisierung „smart“ wird laut GBW auf eine Vielzahl von Baumaßnahmen in den Wohnungen verzichtet. Die Kosten für die neuen Balkone würden nicht auf die Mieter umgelegt, die Garagen erhalten, der technischen Bauablauf optimiert. Während der Bauzeit gebe es eine intensive Mieterbetreuung, Auf Wunsch könnten temporäre Umzüge organisiert werden. Die Arbeiten starten im Juni.

bw

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