Außergewöhnlicher Einsatz

Eltern rufen Feuerwehr: Bub (2) braucht einen Babysitter

München - Ein Feuerwehreinsatz der besonderen Art ereignete sich am Montagabend in Laim: Die Einsatzkräfte mussten kurzerhand als Babysitter eines Kindes (2) einspringen, dessen Eltern verhindert waren. 

Eigentlich sollen Feuerwehrleute Brände löschen, bei Unfällen Verletzte bergen oder in Katastrophenfällen helfen. Doch am Montagabend wurden andere Qualitäten der Einsatzkräfte gefordert: Die Feuerwache „Westend“ wurde am Abend gegen 21.30 Uhr wegen eines äußerst ungewöhnlichen Notfalls alarmiert. Einsatzstichwort: „Babysitten“. 

Die Einsatzkräfte staunten nicht schlecht, als sie den Grund für ihre Alarmierung erfuhren: Sie wurden zur Unterstützung in den Stadtteil Lam gerufen, um dort auf einen zweijährigen Buben aufzupassen. Der Vater des Kindes musste nämlich wegen plötzlich eintretender Atembeschwerden in eine Münchner Klinik gebracht werden. Die Mutter hatte unglücklicher Weise noch einen einstündigen Heimweg vor sich. 

Kurzerhand wurden die Feuerwehrleute zu Babysittern, die den kleinen Buben bis zum Eintreffen der Mutter beaufsichtigten. Der Junge hatte anscheinend kein Problem mit den unbekannten Aufpassern: „Aufgrund der reibungslosen Zusammenarbeit des Zweijährigen mit den Feuerwehrmännern konnten der Mutter nach etwa einer Stunde etliche abgearbeitete Kinderspiele gemeldet sowie ein „Kunstwerk“ aus Legosteinen übergeben werden“, heißt es wörtlich im Feuerwehrbericht. Den Feuerwehrleuten wird dieser Einsatz wohl noch lange in Erinnerung bleiben. 

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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