+
Der Täter: Rijad K. (26) wurde nach eineinhalb Tagen in Ungarn verhaftet.

Rund 1,1 Millionen Euro

Gefasster Geldräuber: Polizei nennt neue Details

  • schließen

Nach 900 Kilometern auf der Flucht wurde Rijad K., der am Donnerstag einen Geldtransporter geraubt hatte, in Ungarn gefasst. Noch immer ist unklar, wo das Geld versteckt ist, doch nun gibt es neue Erkenntnisse. 

Update vom 28. August 2017: Noch immer stellt sich die Frage, wo zwischen München und Ungarn der Millionen-Betrag versteckt worden ist. Sicher ist nur: Bei der Festnahme des Serben Rijad K. (26), der am Donnerstag einen Geldtransporter um 1,1 Millionen Euro erleichtert hatte, trug der Räuber seine Beute nicht mehr bei sich. Das geht aus dem Informationstext des Bundeskriminalamtes hervor, in dem den Münchner Ermittlern die Festnahme des gesuchten Rijad K. mitgeteilt wurde. Weiter heißt es darin, dass zum Verbleib der Beute noch weitere Ermittlungen nötig seien. Auch die Frage, inwieweit der mutmaßliche Komplize damit etwas zu tun hat, kann vorerst nicht beantwortet werden.

Rijad K. (26), dem Millionendieb, der sich am vergangenen Donnerstag mit einem Geldtransporter aus dem Staub gemacht hatte, wäre es beinahe gelungen, das ergaunerte Vermögen nach Serbien zu schaffen. In Ungarn ist er am Freitagnachmittag festgenommen worden. Unklar ist allerdings, ob auch die Beute sichergestellt wurde.

Grenzbeamte spürten den 26-Jährigen in dem kleinen ungarischen Örtchen Bácsalmás an der Grenze zu Serbien und rund 200 Kilometer südlich von Budapest auf. Der Leiharbeiter wollte die rund 1,1 Millionen Euro aus dem entführten Geldtransporter nach Hause bringen. Wie das Münchner Polizeipräsidium am Samstagnachmittag mitteilte, fiel Rijad K. bei einer Personenkontrolle in der Grenzstadt auf. Entgegen der Vermutung, K. wäre in seinem Fluchtauto unterwegs, in das er am Donnerstag in der Blumenau gestiegen war, befand er sich laut Angaben der ungarischen Behörden zu Fuß auf dem Weg über die Grenze. Erst heute will die Polizei weitere Details dazu bekannt geben. Rijad K. war offenbar nicht alleine auf seiner Flucht. So soll es einen Komplizen geben, der in der Blumenau mit dem Fluchtauto bereitstand und wartete, bis K. mit dem Geldtransporter eintraf.

Am Donnerstagmorgen setzte K. seine beiden Kollegen (23 und 39 Jahre) rund 200 Meter vor der Stadtsparkasse in der Blumenau ab und brauste mit mehreren Metallkisten voller Geld in die 400 Meter entfernt gelegene Rolf-Pinegger-Straße auf einen versteckten Parkplatz. Anwohner gaben später an, dort zwei Männer gesehen zu haben, die es sehr eilig hatten und hinter einem Wohnhaus verschwanden. Dort stand vermutlich das Fluchtauto, mit dem beide offensichtlich geplant hatten, nach Serbien zu fliehen. Rijad K. war der Polizei bekannt, durfte dennoch für das Geldtransportunternehmen arbeiten, weil er keinen Eintrag im Führungszeugnis hatte. 

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

„Wir lassen uns nicht rausekeln“ - Diese Münchnerin lässt sich nicht vertreiben
Schon bei dem Wort Luxussanierung stellen sich bei vielen Münchner Mietern die Haare auf. Eine Mieterin in einer Wohnung in Haidhausen hat seit Jahren ein Gerüst vor dem …
„Wir lassen uns nicht rausekeln“ - Diese Münchnerin lässt sich nicht vertreiben
Zahlreiche Zugausfälle am Morgen: Diese S-Bahnen sind betroffen
Zahlreiche Pendler sind auf den S-Bahn-Verkehr angewiesen. Doch immer wieder kommt es zu Störungen, Sperrungen und Ausfällen. In unserem News-Ticker informieren wir Sie …
Zahlreiche Zugausfälle am Morgen: Diese S-Bahnen sind betroffen
305 Millionen Euro Baukosten: Hier entsteht das Mega-Gericht
39 000 Quadratmeter Nutzfläche, 305 Millionen Euro Baukosten - Bis zum Jahr 2023 wird am Leonrodplatz das neue Strafjustizzentrum gebaut. Über die Probleme am Bau …
305 Millionen Euro Baukosten: Hier entsteht das Mega-Gericht
Arnulfsteg kostet 26 Millionen Euro -Stammstrecke muss gesperrt werden  
Die Rad- und Fußgängerbrücke Arnulfsteg nimmt Formen an, mit ersten Arbeiten hatte das Baureferat im April begonnen. Zwei Tage sollten sich Pendler aber dick im Kalender …
Arnulfsteg kostet 26 Millionen Euro -Stammstrecke muss gesperrt werden  

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.