Präpariert mit Schneckenkorn

Jack Russell Terrier frisst Gift-Köder in Laim und stirbt

München - Ein Jack Russell Terrier hat in Laim wohl einen vergifteten Köder gefressen. Er ist gestorben, sein Frauchen hat Anzeige erstattet.

Der Unbekannte, der in der vergangenen Woche Giftköder in einer Grünanlage am Walter-Hopf-Weg in Hadern ausgelegt hat, hat jetzt womöglich ein weiteres Opfer zu verantworten: Ein Jack-Russell-Terrier ist am Samstag laut Befund der Tierklinik an einer Vergiftung durch Schneckenkorn gestorben – jenes Gift, mit dem vermutlich auch die am Walter-Hopf-Weg gefundenen Köder präpariert waren.

Die Halterin zeigte den Fall am Samstag bei der Polizeiinspektion 41 in Laim an. Sie gab an, dass sie am Vormittag gegen 9 Uhr mit dem Hund auf der Menari- und Schröfelhofstraße spazieren gegangen sei. Die Route ist keine 200 Meter von der Parkanlage entfernt, führt an einer Stelle sogar direkt an deren nordöstlichem Ausläufer vorbei. Laut Polizei hat die Halterin zwar nicht beobachtet, dass ihr Hund irgendetwas gefressen hat, doch sie geht davon aus, dass er unbemerkt einen Giftköder geschluckt hat, zumal Schneckenkorn derzeit nicht mehr in Gärten ausgebracht wird.

Wie berichtet, hatte eine andere Hundehalterin am Dienstagabend gerade noch verhindern können, dass ihr Hund einen im Park ausgelegten Brätknödel verschluckt. Zusammen mit Bekannten hatte sie daraufhin den Park abgesucht und 14 weitere Giftköder entdeckt. Ob die, wie vermutet, mit Schneckenkorn gespickt waren, wird derzeit in einem Labor untersucht. Bereits im vergangenen Jahr waren in der Gegend immer wieder Giftköder ausgelegt worden, zwei Hunde starben. Die Hundebesitzer organisierten Nachtwachen, konnten den Täter aber nicht aufspüren.

Es wurde Anzeige erstattet wegen des Verdachts eines Vergehens nach dem Tierschutzgesetz.

mm/tz

Rubriklistenbild: © dpa

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