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Alen C. (37) steht wegen besonders schwerer Vergewaltigung vor Gericht und legte im Prozess ein Geständnis ab.

Prozess vor dem Landgericht

„Monteur“ als Sextäter: Er fiel über seine Nachbarin her

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Sie suchte nach einem neuen Zuhause – doch für Diana K. wurde es zur Hölle. Denn in der ­Laimer Erdgeschoss-Wohnung ­wurde sie von einem Nachbarn vergewaltigt, der sich als Küchen-Monteur ausgegeben hatte.

München - Alen C. (37) hatte die Küchen-Lieferung in die Nachbarwohnung an die Sandrartstraße genau verfolgt. Anschließend klingelte er gegen 18 Uhr bei Diana K. im Erdgeschoss. Im Maleranzug hielt er ihr einen Lieferschein hin, woraufhin sie die Tür öffnete. Noch während sie das Schreiben las, packte er ­Diana K. am Hals und zückte ein Keramikmesser. Bange Minuten begannen!

Laut Anklage drohte Alen C., sie solle ruhig sein, und drückte sie gewaltsam gegen die Wand. Dann riss er ihr die Hose herunter und drängte sie ins Schlafzimmer. Dort befahl er ihr mit dem Messer in der Hand, sich hinzusetzen – und durchschnitt ihren Slip. Laut Anklage kam es danach zur Vergewaltigung, die C. am Dienstag vor dem Landgericht teilweise ­eingestand. Mutmaßlich misshandelte Alen C. seine Nachbarin auch mit einem Dildo. Danach soll er sich entschuldigt und gesagt haben: „Das Messer brauche ich noch für die nächste.“

„Sie hat leise geweint“

Vor Gericht wollte sich Alen C. daran nicht mehr erinnern. Er sagte nur: „Ich weiß noch, wie ich die Kleidung mit dem Messer aufgeschnitten habe. Sie hat leise geweint.“ Zum Geschlechtsverkehr kam es laut seiner Aussage nicht. „Es ging alles sehr schnell. Das Messer ­hatte ich noch von zu Hause“, sagte C. Vor der Tat hatte er viel Alkohol getrunken und Drogen konsumiert – wie fast täglich in den vergangenen Wochen.

Diana K. konnte das nicht ahnen, als sie ihre neue Wohnung in Laim bezog. Sie erlitt einen Schock und wird im Prozess noch aussagen. Alen C. droht eine lange Haftstrafe.

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