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In dieser Straße hielt der Busfahrer an, um seine Semmeln nach Hause zu liefern.

Bei laufendem Motor

Semmeln heimgebracht: MVG-Busfahrer lässt Passagiere allein

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Fahrlässig? Ein MVG-Busfahrer hat seine Passagiere am Karsamstag für wenige Minuten bei laufendem Motor allein gelassen. Der Grund ist ungewöhnlich. So reagiert die MVG darauf.

München - Es hätte alles Mögliche passieren können: Ein Busfahrer der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) hat auf der Linie 130 Richtung Harras rund 20 Fahrgäste bei laufendem Motor allein gelassen. Der Grund: Er brachte eine Tüte Semmeln in seine private Wohnung. 

Das hatte ein Passagier am Karsamstagvormittag beobachtet. „Er stoppte den Bus 30 Meter nach der Haltestelle Hans-Thonauer-Straße am Seitenrand, stand von seinem Fahrersitz auf und sagte, dass er gleich wiederkomme“, erzählt der Fahrgast. Dann sei er mit einer Bäckertüte in der Hand in Richtung Haus gegangen, habe die Tür aufgesperrt und sei kurz darauf wieder zurückgekommen. 

Die anderen Fahrgäste hätten von der Aktion kaum etwas mitbekommen. „Fast fünf Minuten standen wir bei laufendem Motor am Straßenrand“, berichtet der Fahrgast. In dieser Zeit hätte sich jeder hinter das Lenkrad setzen und weiterfahren können. „Das schadet doch auch dem Ansehen anderer Busfahrer!“ 

Er habe viel Verständnis für kleinere Fehler, aber das gehe dann doch zu weit. Die MVG bestätigte auf Nachfrage den Vorfall. „Der Busfahrer hat sich leider fahrlässig verhalten und auch gegen Dienstanweisungen verstoßen“, sagt Stadtwerke-Sprecher Michael Solic. 

„Die MVG toleriert so ein Verhalten nicht und ergreift deshalb entsprechende arbeitsrechtliche Maßnahmen.“ Welche genau, ließ Solic offen. Interne Vorgänge würden nicht an die Öffentlichkeit kommuniziert. Die Spannbreite der Möglichkeiten geht von Abmahnung bis hin zur Kündigung.

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