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Andre Kaiser zeigt das aufgebrochene Schloss. Straußendame Nala wurde totgefahren.

Zirkus-Drama in Laim

Wer trieb meinen Strauß in den Tod?

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München - Unbekannte haben am Montagabend mehrere Tiere aus einem Zirkus-Transporter befreit. Doch danach spielte sich ein Drama ab, das ein Strauß nicht überlebte. Der Zirkus-Chef ist fassungslos.

Über 30 Jahre lang war Straußenhenne Nala eine treue Begleiterin. Jetzt ist das stolze Tier von Circus Kaiser tot. Überfahren auf der Senftenauerstraße in Hadern! Drei bislang unbekannte Männer und eine Frau sollen am Montagabend einen Transporter des Wanderzirkus aufgebrochen und mehrere Tiere befreit haben. Zirkus-Chef Andre Kaiser (29) vermutet, dass die Tierschutzorganisation Peta dahintersteckt. Doch die streitet alles ab.

Noch immer wütend und völlig fassungslos steht Tierlehrer Andre Kaiser vor dem aufgebrochenen Transporter. „Die sind mit brachialer Gewalt vorgegangen“, sagt der Zirkus-Chef und zeigt das kaputte Vorhängeschloss. Er und seine Familie haben von dem Vorfall um 21 Uhr zunächst nichts mitbekommen. „Wir haben unsere Gehege aufgebaut, die Sicht auf den Transporter mit den Straußen war uns versperrt.“

Zwei Strauße und eine Gans liefen nach der Befreiung orientierungslos durch die Gegend. Kaiser: „Man mag sich gar nicht vorstellen, was da alles hätte passieren können. Die Tiere sind bis zu 2,50 Meter groß, können bis 45 km/h schnell rennen.“ Für eine Straußenhenne endete die Befreiungsaktion tödlich. In der wenige hundert Meter entfernten Senftenauerstraße kollidierte der Vogel mit einem Auto. Der Fahrer beging Unfallflucht. Der tote Strauß wurde gegen 21.30 Uhr von Passanten aufgefunden.

Peta bestreitet Vorwürfe

Kaiser vermutet, dass Peta dahintersteckt. Am selben Tag, gegen 15 Uhr, beobachtete er drei Männer in schwarzen Bomberjacken mit Peta-Aufnähern und eine Frau in einem braunen Pulli fotoknipsend an seinen Stallungen. „Die demonstrieren regelmäßig vor unseren Kassen, beschmieren Plakate und schlagen Scheiben ein.“ Die Tierschutzorganisation jedoch bestreitet die Vorwürfe. Ein Sprecher: „Kein Tierschützer würde das machen. Wir begehen keine Straftaten, die Demonstrationen waren angemeldet.“

Moment, mal?! Exotischer Gast am Mittleren Ring

Bereits vergangene Woche waren dem Zirkus am Innsbrucker Ring zwei Ponys und drei Esel entwischt. Feuerwehr und Polizei brachten die Ausreißer wieder in Sicherheit. Auch hier vermuten die Zirkusleute, dass Aktivisten dahintersteckten. Kaiser: „Wir haben jetzt einen Sicherheitsdienst und lassen die Tiere nicht aus den Augen.“

Zeugenaufruf:

Personen, die Angaben zu den unbekannten Tätern machen können, die die Tiere aus dem Transporter frei ließen, bzw. Hinweise auf den flüchtigen Unfallfahrer geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Tel. 089/29100, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

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