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Eine Szene der Anti-Terror-Übung in München.

Ein Fazit

Anti-Terror-Übung am Hauptbahnhof: Eine Nacht voller Schrecken

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    Johannes Heininger
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Vier bewaffnete Täter, schreiende Verletzte und mehrere Tote: Dieses Szenario mussten die Münchner Einsatzkräfte in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch bei der Anti-Terror-Übung am Hauptbahnhof bewältigen. Ein Fazit.

München - In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch ab Mitternacht probten die Einsatzkräfte am Münchner Hauptbahnhof den Ernstfall: eine sogenannte „lebensbedrohliche Einsatzlage“, sprich: Einen Terroranschlag oder ein Amoklauf. Die Polizei hatte dazu ein entsprechendes Szenario geplant und zeigte sich nach Ende der Übung zufrieden mit dem störungsfreien Ablauf.

Das Übungs-Szenario im Detail: Am Bahnhof kam es zum Angriff von vier bewaffneten Tätern. Der erste Täter stach mit einem Messer im Starnberger Flügelbahnhof auf Passanten ein, während zwei Mittäter im Sperrengeschoss mehrere Passanten erschossen. Eine besondere Herausforderung im Zwischengeschoss waren die zahlreichen Personen, die den Einsatzkräften die Lokalisierung der Täter erschwerten. Ein vierter Täter befand sich in einem Zug am Bahnsteig des Starnberger Flügelbahnhofs und schoss dort auch auf Passanten. Die Täter wurden durch Kräfte des Polizeipräsidiums München und der Bundespolizei bekämpft, wie in dem Video zu sehen ist, das unser Reporter Johannes Heininger aufgenommen hat.

Für die Einsatzkräfte ging es bei der Übung darum, zu überprüfen, inwieweit die Einsatzkonzepte einen Praxistest bestehen und wie die Zusammenarbeit der jeweiligen Behörden in einem solchen Fall funktioniert. Im Vorfeld erklärte der Polizeisprecher Marcus da Gloria Martins: „Scheitern ist bei dieser Übung durchaus eine Option.“ Nur so könne man Fehler ausmachen, sie ansprechen und schließlich auch beheben. Rund 2000 Polizisten, Feuerwehrleute und Sanitäter waren in der Nacht im Einsatz. 

Gegen 3.40 Uhr war die gemeinsame Großübung der Bundespolizei, der Polizei München sowie der Feuerwehr München und der Münchner Rettungsdienste zu Ende. 

Innenminister Joachim Herrmann resümierte: „Wir haben soeben beeindruckende und auch beklemmende Bilder eines Geschehnisses mit Attentätern und Terroristen gesehen, von denen wir aber auch aufgrund der Erfahrung in Europa, weltweit und in Bayern wissen, dass es sich ereignen kann und wir vorbereitet sein müssen.“

Die Übung in Garching-Hochbrück

Eine weitere Übung fand am Trainingsgelände in Garching Hochbrück statt. Dort musste eine Geiselnahme gelöst werden. Um die Übung noch realistischer zu halten, wurden über Mitteilungen am Notruf sowie über die sozialen Netzwerke über 1500 Meldungen, Hinweise und Anrufe eingespielt, die zahlreiche Gerüchte und Fehldeutungen beinhalteten, wie es beispielsweise beim Amoklauf am OEZ tatsächlich passierte.

Die Einsatzkräfte mussten die relevanten von unwichtigen Informationen trennen und Gerüchte oder tatsächliche Hinweise schnell und sicher erkennen. Gleichzeitig wurden während der Übung weitere Einsatzkräfte alarmiert und wichtige Bereiche wie Tatortarbeit, Betreuung von Opfern und Zeugen sowie kriminalpolizeiliche Hintergrundermittlungen „live“ anhand des laufenden Szenarios abgearbeitet. 

Waffen, Schüsse und Blut: Eindrücke von der Anti-Terror-Übung „Lelex“

An der Gesamtübung nahmen auf Seiten der beiden beteiligten Polizeibehörden insgesamt 1500 Polizeibeamte teil. Neben den 1000 Angehörigen des Polizeipräsidiums München waren 500 Beamte der Bundespolizei beteiligt. Davon wurden 400 Personen in unterschiedlichen Rollen als Darsteller eingesetzt. Die Polizei betont, dass ihre Einsatzfähigkeit zu keiner Zeit beeinträchtigt gewesen sei. 

Ähnliche Übungen hatte es zuletzt auch in anderen Städten gegeben, unter anderem in Frankfurt am Main.

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