Polizei sucht Zeugen

Autofahrer missachtet Rotlicht - Busfahrer muss Vollbremsung einlegen

Weil ein Autofahrer eine rote Ampel missachtete, musste ein Busfahrer auf einer Münchner Kreuzung stark abbremsen, um einen Zusammenstoß zu verhindern. Dabei wurden Fahrgäste verletzt.

München - Ein folgenschwerer Unfall passierte am Freitag, 10. Februar, gegen 22.30 Uhr an der Kreuzung Häberlstraße/ Lindwurmstraße. Ein 54-jähriger Busfahrer war mit seinem MVG-Linienbus der Linie 58 auf der Häberlstraße unterwegs. An der Kreuzung zur Lindwurmstraße wollte er geradeaus fahren, um seine Fahrt auf der Goethestraße fortzusetzen. Unmittelbar nach der Kreuzung wollte er an der vorgesehenen Haltestelle halten.

Zeitgleich fuhr ein bislang unbekannter Fahrer mit einem schwarzen Mercedes auf der Lindwurmstraße stadteinwärts. Die Kreuzung zur Häberlstraße wollte er geradeaus überqueren. Nach bisherigem Ermittlungsstand zeigte die Ampel für ihn jedoch auf Rot. Der Linienbus und der unbekannte Mercedesfahrer fuhren nun zeitgleich in den Kreuzungsbereich ein. Um einen Zusammenstoß mit dem Pkw zu vermeiden, bremste der 54-jährige Fahrer seinen Linienbus scharf ab. Der Fahrer des Mercedes wich seinerseits nach links aus, sodass es zu keiner Kollision der beiden Fahrzeuge kam.

Zwei Verletzte bei Vollbremsung

Durch die Vollbremsung stürzten laut Polizei ein 79-jähriger und ein 40- jähriger Mann. Der 79-Jährige kam zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus. Er erlitt eine Gehirnerschütterung und ein Halswirbelsäulensyndrom (HWS). Der 40-Jährige wurde ambulant im Krankenhaus behandelt. Weitere Verletzte gab es glücklicherweise nicht. An einem Kinderwagen im Bus brach der Haltegriff. Der etwa zwei Monate alte Säugling im Kinderwagen wurde jedoch nicht verletzt. 

Personen, die Hinweise zum Unfallhergang, insbesondere zum Flüchtigen und seinem schwarzen Mercedes geben können, werden gebeten, sich mit dem Unfallkommando an der Tegernseer Landstraße 210 unter Tel. 089/6216-3322 in Verbindung zu setzen.

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lvp

Rubriklistenbild: © pictu re alliance / dpa (Symbolfoto)

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