Mordkommission ermittelt

Bahn-Mitarbeiter mit Messer attackiert

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München - Mit einem Messer hat ein 52-Jähriger am Hauptbahnhof einen Sicherheitsmitarbeiter der Bahn in den Rücken gestochen. Der 30-Jährige trug eine Schutzweste und blieb unverletzt. Der Hilfsarbeiter sitzt in Untersuchungshaft. Die Mordkommission ermittelt.

Nach Angaben der Polizei pöbelten der 52-Jährige und seine beiden Begleiter am Samstag gegen 4.30 Uhr im Zwischengeschoss des Hauptbahnhofes Passanten an. Zwei Mitarbeiter der Bahn bemerkten die drei Männer und forderten sie auf, den Bahnhof zu verlassen. Die beiden Begleiter des 52-Jährigen, der in Eritrea geboren wurde und seit mehr als 20 Jahren in München wohnt, befolgten die Anweisung und gingen. Der Hilfsarbeiter wollte allerdings am Bahnhof bleiben. Mehrfach mussten ihn die Bahn-Mitarbeiter auffordern, zu gehen.

Nur kurze Zeit später trafen die Sicherheitsmänner den 52-Jährigen wieder am Bahnhof – diesmal am Ausgang zur Prielmayerstraße. Doch nun sprang der Hilfsarbeiter plötzlich einen der beiden Ordner an und umarmte ihn. Dabei stach er dem 30-Jährigen ein Messer in den Rücken. Der Sicherheitsmitarbeiter trug eine Stichschutzweste. Diese verhinderte, dass er durch den Messer-Angriff eine Verletzung davontrug.

Die beiden Bahn-Beschäftigten fesselten den 52-Jährigen und brachten ihn zur Bundespolizei. Diese nahm ihn vorläufig fest.

Die Staatsanwaltschaft stuft den Angriff als versuchtes Tötungsdelikt ein. Die Mordkommission hat die Ermittlungen übernommen. Der Eritreer sitzt wegen versuchten Mordes in Untersuchungshaft. Nach Auskunft der Bahn geht es dem Mitarbeiter „den Umständen entsprechend gut“.  

weg

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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