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Leere Flaschen am Durchgang zum Spielplatz an der Zenettistraße.

Beschwerde im Bezirksausschuss

Münchner Eltern beschweren sich über Sauftreff und Müll-Chaos auf dem Spielplatz

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Ärgernis in der Stadt: Kinderspielplätze, die von Erwachsenen zum Trinken genutzt werden. Nun beschweren sich Eltern im Bezirksausschuss Ludwigs-/Isarvorstadt über den Spielplatz, der zum Kindergarten Bubbles gehört.

München - „Trinker, die unsere Kinder beim Spielen ansprechen und den Hof vermüllen, können wir nicht hinnehmen“, sagt Vater Tobias Hübner vom Kindergarten „Bubbles“. Die Eltern haben auf der Sitzung im Bezirksausschuss Ludwigs-/Isarvorstadt (BA 2) ein düsteres Bild gezeichnet. An der Zenettistraße 38 hat Bubbles einen öffentlich zugänglichen Spielplatz auf privatem Grund. Dort treffen sich aber auch regelmäßig Alkoholiker zum Trinken. Es wird in Ecken uriniert, teils sogar gekotet, Flaschen und anderer Müll bleiben liegen.

Auch im nur wenige Meter entfernten Kindergarten St. Andreas wird über die süchtige Klientel geklagt, die sich gern im Emil-Muhler-Torweg vor ihrem Kindergarten aufhält. Kindergartenleiter Jonas Ziermeier schilderte die Probleme ebenfalls persönlich im BA: „Es liegen Fäkalien und auch Spritzen vor unserem Kindergarten. Für uns es ist extrem schwer, den Kindern das zu erklären und sie zu schützen.“ Die beiden betroffenen Einrichtungen und auch der Hauseigentümer der Zenettistraße 38-40 sind schon länger im Kontakt mit der ebenfalls nahen Teestube an der Zenettistraße 32, die Süchtigen hilft und Streetwork-Angebote macht.

„Ich möchte auch nicht ständig die Polizei rufen“

„Wir haben überhaupt keinen Ärger mit der Teestube, im Gegenteil, das ist ein großartiger Platz“, sagte Hausmitbesitzer Heribert Späth im Stadtteilgremium. „Aber die Einrichtung ist leider völlig überlaufen und platzt aus allen Nähten. Die Leute stehen draußen rum und in unseren Hauseingang und Hof kommen leider die, die keine Platz haben oder vielleicht schon bei der Teestube rausgeflogen sind.“ Außerdem würden gerade viele Obdachlose aus der Innenstadt vertrieben, das merke man am Rand der Stadtmitte sehr schmerzhaft. „Die Zustände beim Kindergarten Bubbles in meinem Hof und die ständige Verunreinigung, auch von Treppenhäusern, kann ich nicht hinnehmen, aber ich möchte auch nicht ständig die Polizei rufen“, so der Hauseigentümer.

Der gute Kontakt zur Teestube nütze leider nichts im öffentlichen Raum oder auf Privatgrund. Er schlug deshalb eine temporäre tägliche Polizeistreifenpräsenz vor, „dann müsste das Problem sich doch erledigen und die Leute weggehen.“

„Wir kennen die meisten Trinker“

Doch das ist leider nicht so, erklärt der zuständige Polizeihauptkommissar Rudolf Stadler von der örtlichen Inspektion: „Wir kennen die meisten dieser überwiegend osteuropäischen Trinker seit Jahren namentlich, aber die reine Erfassung stört sie in der Regel nicht, sie kommen trotzdem immer wieder.“ Ein hilfreiches Mittel seien aber Strafanzeigen, beispielsweise durch Hauseigentümer: Denn dann greife, spätestens nach mehreren Anzeigen, ein Hausfriedensbruchverfahren gegen die Störer, das – gerade auch wegen der betroffenen Kinder – sicher vor Gericht komme. In einem solchen Verfahren können Geld- oder auch eine Haftstrafen verhängt werden.

Nun will man gemeinsam weiter an einer dauerhaften Lösung arbeiten. „Die Stadt wird außerdem noch eine weitere Teestube im Viertel einrichten. Das kann aber locker noch ein halbes Jahr dauern“, sagt BA-Mitglied Vinzenz Zöttl (CSU).

Lesen Sie auch: Müll und Ratten im Glockenbachviertel? Was ist da los?

Die besten und wichtigsten Geschichten aus diesem Teil Münchens posten wir auch auf der Facebook-Seite „Isarvorstadt – mein Viertel“.

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