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OB Reiter äußert sich zum Kunden-Ärger beim KVR.

"Bin außerordentlich verärgert, aber..."

Chaos vor dem KVR: Nun spricht OB Reiter

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München - Die Warteschlangen vor dem KVR in München sorgen für genervte Bürger und viel Ärger. Nach dem tz-Bericht über das Chaos reagiert nun OB Reiter.

Elend lange Schlangen, stundenlanges Sitzen im Wartebereich: Auch der Oberbürgermeister ist genervt vom Chaos im Kreisverwaltungsreferat (KVR) – Dieter Reiter (57, SPD) hat jetzt auf den gestrigen Exklusivbericht der tz reagiert. „Ich bin selbst außer­ordentlich verärgert über die oftmals stundenlangen Wartezeiten, die den Bürgern zugemutet werden.“

Er könne die Wut der Wartenden daher gut verstehen – kein Verständnis indes bringt der Rathaus-Chef für die Art auf, wie mit den Mitarbeitern der Behörde im Internet umgegangen wird.

Die tz hatte am Mittwoch exklusiv berichtet, dass über die Bewertungs-Funktion der Suchmaschine Google immer mehr Münchner mit Beleidigungen und Hass-Kommentaren ihrem Unmut Luft machen. „Dass städtische Mitarbeiter im Internet regelrecht an den Pranger gestellt, beschimpft und beleidigt werden, ist völlig inakzeptabel.“

Das Referat weiß natürlich selbst, dass es mit dem Bürgerandrang Probleme gibt – und die Mitarbeiter leiden unter dem Druck genauso wie die Wartenden. Und ­darüber hinaus gibt es neben den unflätigen Kommentaren auch durchaus lobende, etwa für den freundlichen Umgangston in der Behörde – trotz des enormen Andrangs!

Stadtrat muss nun auf KVR-Situation reagieren

Letztlich ist der Stadtrat in der Verantwortung, das Referat mit zusätzlichen Stellen zu entlasten und auf die immer weiter wachsende Bevölkerung zu reagieren. Auch an den Computer-Problemen, wegen der das KVR schon mehrfach hatte zusperren müssen, sind nicht die Mitarbeiter der Behörde schuld! Reiter: „Wir haben bereits 190 neue Stellen beschlossen, und ich habe beim IT-Dienstleister sehr deutlich gemacht, dass die Computer-Probleme jetzt endlich behoben werden müssen.“ Das braucht aber Zeit.

Es heißt also wieder: Warten!

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