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Herumlungern soll im Bereich des Bahnhofes verboten werden. Das wünscht sich jedenfalls die CSU.

Bettler und Alkohol

So will die CSU den Schmuddel-Bahnhof wieder sicher machen

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Unser Hauptbahnhof hat traurige Berühmtheit erlangt – auch über die Stadtgrenzen hinaus! Doch die CSU will dem Schmuddel-Bahnhof ein Ende setzen. Das ist der Plan.

München - Der Münchner Hauptbahnhof hat traurige Berühmtheit erlangt. Auf dem Internetportal smartertravel.com wird jetzt gewarnt, den Bereich zu meiden – wegen Bettlern, Alkoholikern, Drogensüchtigen und sogar herumlungernden Jugendlichen. Zwar hatte der Stadtrat unlängst ein Alkoholverbot erlassen und zudem den Weg freigemacht für einen kommunalen Ordnungsdienst. Doch der CSU geht das nicht weit genug. Sie will eine neue Schutzzone für den Hauptbahnhof. „Die Situation dort und im Alten Botanischen Garten hat sich zwar verbessert, ist aber dennoch von einer zufriedenstellenden Lösung weit entfernt“, sagt der CSU-Fraktionsvorsitzende Manuel Pretzl. „Wir müssen jetzt noch einen Gang hochschalten“, ergänzt Stellvertreter Michael Kuffer.

So soll das vom Stadtrat beschlossene Alkoholverbot, das von 22 bis 6 Uhr gilt, auf den ganzen Tag ausgeweitet werden. Auch im Alten Botanischen Garten. Zum anderen soll die Stadt prüfen, ob das Areal vom Bahnhofsgebäude bis zur Arnulfstraße und zur Bahnanlage Bayerstraße so umgewidmet werden kann, dass dort der Aufenthalt nur noch zu Reisezwecken oder zum Besuch der Geschäfte möglich ist. Das sollte auch für das Gebäude und U- sowie S-Bahn-Geschosse gelten.

Das Alkoholverbot soll ausgeweitet werden.

Zudem wünscht sich die CSU, dass Stadt und Bahn Maßnahmen ergreifen, um uneinsehbare, zum Teil verstellte Bereiche, Versteckmöglichkeiten und Tatgelegenheitsstrukturen aufzulösen. „Das ist insgesamt schon ein scharfes Schwert“, gibt Kuffer zu. „Aber wir müssen die Entscheidungen zu Sicherheit und Ordnung dort jetzt vor allem unter dem Gesichtspunkt der Effektivität treffen. Das ist auch eine Frage der Glaubwürdigkeit.“ Kritik an dem Plan gibt es derweil vom Kooperationspartner. SPD-Fraktionschef Alexander Reissl: „Man muss mal die Kirche im Dorf lassen.“ Es handle sich um öffentlichen Raum. Dort dürfe man sich aufhalten. Auch für ein Alkoholverbot fehle die Grundlage. Und selbst wenn, sei der Effekt klar. „Das löst keine Probleme, die verlagern sich nur auf die anderen Straßen.“

Das große Sorgenkind

Sorgenkind Hauptbahnhof: Immer wieder hatte es in den vergangenen Wochen Ärger gegeben. So hatte beispielsweise eine Fluglinie den Vertrag mit dem Hotel Maritim in der Goethestraße gekündigt. Grund: Die Flugbegleiterinnen hatten Angst, in den Abendstunden in dem Hotel absteigen zu müssen. Direktor Richard Mayer sagte damals: „Die Situation im Viertel hat sich in den vergangenen Jahren verschlechtert.“ Immer wieder klagen Geschäftsinhaber über diese Situation. Erst vor wenigen Wochen hatte jemand aufgegeben. Heilpraktiker Guido Hoenig musste seine Praxis zusperren, weil die Patienten sich nicht mehr in die Goethestraße trauten. Das nimmt auch Hotelier Fritz Wickenhäuser, Vorsitzender des Vereins Südliches Bahnhofsviertel, wahr: „Ich bekomme jeden Tag Beschwerden von meinen Gästen. Sie fühlen sich nicht mehr wohl…“

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