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Einst Kino, bald Club: Der Kongresssaal an der Ludwigsbrücke wird umgebaut.  

Restaurant und Veranstaltungsort

Deutsches Museum: Lokalpolitiker begrüßen neues Kongresssaal-Konzept

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München - Der Bezirksausschuss stimmt den geplanten neuen Party- und Veranstaltungsräumen am Deutschen Museum zu, hat aber auch Bedenken. 

„Endlich werden die verstaubten Räume im alten Kongresssaal wiederbelebt“ – das ist die einhellige Meinung im Bezirksausschuss (BA) Ludwigs-/Isarvorstadt. Einstimmig hat sich das Gremium für die neue Nutzung der Hallen am Deutschen Museum ausgesprochen. Geplant ist dort eine Mischung aus Szene-Gastronomie, Club und Veranstaltungsräumen – auch für Initiativen und Vereine aus dem Stadtteil. Mitte Februar soll es losgehen.

Endlich wieder Leben an dem Ort

„Wir begrüßen grundsätzlich, dass dieses Gebäude nun wieder genutzt werden soll“, bestätigten die Lokalpolitiker in ihrer Sitzung. Kleinere Bedenken zum Lärmschutz und einige Einschränkungen haben sie dem Zwischenpächter Alex Wolfrum von der Firma Location Broker aber mit auf den Weg gegeben. Er war persönlich in die jüngste BA-Sitzung gekommen und stellte das Konzept samt baulichen Veränderungen vor. Wolfrum kennt die Räume noch aus eigenen Studentenzeiten von Partys, Konzerten und als Veranstaltungsort der Modemesse Avantgarde. „Deshalb freue ich mich sehr, dass wir diesen Ort nun wieder mit Leben füllen“, sagte er.

Auch ein Restaurant soll dabei sein

Konkret geplant ist ein veganes Restaurant, das Sandra Forster betreiben wird. Sie ist in München als Gastronomin des vietnamesischen Restaurants Charlie in Untergiesing, des Ausbildungs-Restaurants Roecklplatz im Dreimühlenviertel und des Kismet in der Innenstadt bekannt. Weitere Münchner Party- und Gastroexperten wie Jisho Lang. Branimir Peco und Robert Lorenz schmeißen den Musikclub hinter dem Lokal.

Platz für Münchner Vereine

Zu den Räumen gehört auch eine 820 Quadratmeter große Veranstaltungsfläche mit Platz für Ausstellungen, Lesungen und Aktivitäten lokaler Gruppen. Örtliche Vereine sollen dem Vernehmen nach 50 Prozent Mieterlass bekommen. Schon jetzt gebe es zahlreiche Anfragen, beispielsweise von Tango- und Jugendgruppen.

In den ersten Stock zieht zudem das „MakerLab“. Rund 30 TU-Studenten werden der dortigen Werkstätte für 3D-Druck und andere kreative Techniken nutzen. Zum nachhaltigen Konzept gehören auch Bienenhäuser auf dem Dach.

Ein Nacht-Kiosk bereitet dem BA Sorgen

Sorgen bereitet dem BA ein Kiosk mit langen Öffnungszeiten, der vor dem Eingang an der Trambahn-Haltestelle eröffnet werden soll. Hier wird es auch alkoholische Getränke geben, allerdings sollen Bier und Wein während der Club-Öffnungszeiten draußen genauso teuer wie drinnen verkauft werden. Wolfrum: „Nächtliche Partys, Müll und Lärm wollen wir unbedingt vermeiden.“ Das fordert auch der BA. Zum Schutz der Anwohner setzt er sich auch dafür ein, dass der Gartenbetrieb im Restaurant abends um 22 Uhr endet. In Sachen Lärmschutz für das Gebäude kann Wolfrum Entwarnung geben: „Die Auflagen des Deutschen Museums sind höher als die gesetzlichen Werte. Wir haben bereits sehr viel Geld in dauerhafte Lärmmessungen, auch für den Kiosk, investiert“, sagte er.

Nach sechs Jahren Leerstand ist die neue Nutzung nun erst einmal auf fünf Jahre begrenzt. Dann will das Deutsche Museum voraussichtlich seine Ideen für die Zukunft des Forum der Technik umsetzen.

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