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So lag Husam Alrawis Handy auf dem Beifahrersitz. Später wurde ihm das Telefon zum Kauf angeboten.

Dumm gelaufen für den Räuber

Ein Dieb bot mir mein eigenes Handy an

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München - Dicke S-Klasse, mehrere Telefone, teure Kleidung – die Geschäfte von Husam Alrawi (45) scheinen bestens zu laufen. Am vergangenen Freitag wurde ihm aber ein wenig lukrativer Deal angeboten.

Der Smartphone-Profi aus der Schillerstraße (Ludwigsvorstadt) sollte sein eigenes Handy kaufen. Jenes Handy, dass ihm kurz zuvor aus seinem Auto gestohlen wurde. Alrawi traute seinen Augen nicht, schloss seinen Laden und hielt den Gauner fest. Wenig später klickten die Handschellen.

„Ich habe mein Auto nur drei Minuten aus den Augen gelassen“, sagt der Geschäftsmann gestern der tz. Weil er nur kurz seinen Geldbeutel aus dem Laden holen wollte, schloss er sein Auto – eine Mercedes S-Klasse – nicht ab. Das nutzte ein aufmerksamer Dieb eiskalt aus. Auf dem Beifahrersitz lag Alrawis iPhone 6 (Wert: 350 bis 400 Euro) wie auf dem Präsentierteller. Der Langfinger nutzte die Gunst der Stunde, öffnete die Tür und steckte das Handy ein.

Als das Opfer wenig später telefonieren wollte, bemerkte es den teuren Verlust. „Ich dachte erst, dass ich es im Laden liegen lassen habe“, sagt Alrawi. Doch auch dort tauchte es nicht auf. Der 45-Jährige wählte seine eigene Nummer, das Handy war tot. Auf seinem PC ortete er das Gerät und siehe da: Der letzte Aufenthalt war wenige hundert Meter von seinem Laden entfernt registriert worden. Alrawi merkte schnell: „Da bin ich heute gar nicht gewesen. Ich wurde bestohlen!“

In der Schillerstraße ist Alrawi nicht der Einzige, der mit Smartphones handelt. Er informiert seine Kollegen. „Ich habe ihnen gesagt, dass sie ein Handy mit dem Sperrcode „0000“ auf keinen Fall kaufen sollen. Denn das ist meins.“ Tatsächlich versuchte der Dieb, das Handy seinen Kollegen zu verkaufen. Ohne Erfolg. Kurz darauf betrat er Alrawis Laden, zog das Handy hervor – und saß in der Falle …

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