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Ein Blick aufs Gärtnerplatztheater.

„2019 greifen wir wieder an“

Erstmals seit mehr als 25 Jahren: Kein Straßenfest am Gärtnerplatz

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Das Staatstheater hat seine Rolle als Veranstalter des Straßenfests am Gärtnerplatz vorerst niedergelegt - denn das Open Air ist einfach zu groß geworden.

München - Lesungen und Live-Musik, Tanz und Trommelei, Bier und Bratwurst – und das alles unter freiem Himmel. Das Straßenfest am Gärtnerplatz ist ein Erlebnis – und eines mit Tradition! Seit mehr als 25 Jahren lädt das Gärtnerplatztheater gemeinsam mit dem Deutschen Forum für Musik- und Theaterkultur zum gemütlichen Miteinander. Bisher. Denn: Dieses Jahr fällt das Fest zum ersten Mal aus!

„Das Open Air hat im Laufe der Zeit Dimensionen angenommen, die wir alleine nicht mehr stemmen können“, sagt Albert Ginthör (63) vom Deutschen Forum. Die Bühne, die Technik, die Verköstigung, „das alles lässt sich ohne einen Mitorganisator nicht mehr schaffen“. Das Staatstheater hat seine Rolle als Veranstalter vorerst niedergelegt. Grund dafür ist der Wiedereinzug nach jahrelanger Sanierung in seine Heimatspielstätte.

„Wir bedauern die Absage sehr“

Die Mehraufgaben, die der Ortswechsel mit sich brachte, ließen keine Zeit, ein Open Air Konzert auf die Beine zu stellen, heißt es. „Wir bedauern die Absage sehr“, so Ginthör, „können die Entscheidung der Kollegen aber natürlich nachvollziehen.“

Ginthör ist im Gärtnerplatz-Orchestervorstand und seit 20 Jahren dabei. Er weiß, wie sich das Fest entwickelt hat, wie es immer mehr Besucher angezogen und begeistert hat. „Die Tatsache, dass wir in den vergangenen Jahren regelrecht überrannt wurden, ehrt uns sehr“, so Ginthör. „Allerdings haben wir den Anspruch, die Qualität unserer Veranstaltung zu halten.“ Hinzu kämen die verschärften Sicherheitsvorschriften der Stadt. „Wir haben alle noch die Bilder von Duisburg im Kopf“, so Ginthör. Die Loveparade im Jahr 2010 habe gezeigt, wie schnell die Stimmung auf einem fröhlichen Kulturfest kippen kann.

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Um ein ähnliches Szenario auszuschließen, will der 63-Jährige auf Nummer sicher gehen: „Wir haben uns gemeinsam mit dem Gärtnerplatztheater dazu entschlossen, ein Jahr Pause zu machen.“ Jetzt sollen Konzepte erarbeitet und neue Programme erprobt werden. „2019 greifen wir wieder an“, verspricht Ginthör. Mit einem Konzept, das begeistern soll: Mit Lesungen und Live-Musik, mit Tanz und Trommelei, mit Bier und Bratwurst – wie immer unter freiem Himmel.

Die besten und wichtigsten Geschichten aus diesem Teil Münchens posten wir auch auf der Facebook-Seite „Ludwigsvorstadt – mein Viertel“.

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