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Die Ermordete: Inge Wittersheim. Ihr Mörder wurde bis heute nicht gefunden.

Wer ermordete Inge W.?

Fall Wittersheim: Mordprozess wird wieder aufgerollt

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München - Erschlagen und erdrosselt lag Inge Wittersheim am 5. Oktober 2013 in ihrer Wohnung in der Corneliusstraße. Bis heute ist ihr Mörder nicht gefunden.

Am Landgericht wurde zunächst Nachbar Roman H. (38) angeklagt, der der Witwe mal beim Möbelpacken geholfen hatte. Im April 2015 dann die Überraschung: Richter Norbert Riedmann sprach H. frei, denn die Tat konnte ihm nicht nachgewiesen werden. „Es fehlten eindeutige Beweise“, sagt Verteidiger Tom Heindl.

Roman H. muss sich erneut vor Gericht verantworten.

Ein freier Mann blieb Roman H. aber trotzdem nicht wirklich: Er musste sich gestern der Revisionsverhandlung am Bundesgerichtshof in Karlsruhe stellen. Und wieder gab es ein überraschendes Urteil: Der BGH hob den Freispruch auf und verwies den Fall zurück zum Landgericht. Dort wird der Mordprozess nun von einer anderen Strafkammer neu aufgerollt. Ein Schock für Roman H., der seit zehn Monaten wieder ein bürgerliches Leben führte und Arbeit fand.

Nun beginnt die Suche nach dem Mörder von Inge Wittersheim von vorn! „Die Beweis-Würdigung hat nicht hinreichend genügt“, erklärt Tom Heindl das gestrige Urteil, in dem die Verwertung der DNA-Spuren am Tatort angeprangert wurde. „Aus unserer Sicht eine falsche Entscheidung“, glaubt Heindl, der H. in etwa sechs Monaten auch bei dem neuerlichen Prozess vertreten wird. „Wir glauben weiter an seine Unschuld.“

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