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Boubacar ­Diaby (28) aus Mali hilft bei der Renovierung – hier in der ­Müllerstr. 4.

Fünf Monate Umbauzeit

Flüchtlingshaus an der Müllerstraße: Nächste Woche Einzug!

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Nach nur fünf Monaten Umbauzeit ist das Eckhaus an der Müllerstraße 6 bezugsfertig! Ab der kommenden Woche ziehen hier unbegleitete jugendliche Flüchtlinge ein…

München - Die Handwerker hämmern an den ersten Regalen, Bodenleger versiegeln noch die letzten Böden, am Wochenende startet das große Putzen: Das Eckhaus an der Müllerstraße 6 ist bereit. 

Auf den fünf Etagen im Glockenbachviertel wird je ein Jugendhilfeträger (Verein für Sozialarbeit, ­hpkj e.V., Condrobs, IMMA und justM) die Flächen beziehen und je vier Flüchtlinge unterbringen, die dann in WGs leben. Und das in hochmodernen Wänden. „Wir haben neue Heizungen installiert und Leitungen verlegt, Boiler rausgerissen, sogar ganze Wände“, sagt Matthias Weinzierl vom Vorstand der Sozialgenossenschaft Bellevue di Monaco, die das Haus vor dem Abriss bewahrt und gekauft hat. Die Arbeiten haben neben Profis auch freiwillige Helfer und Flüchtlinge wie Boubacar Diaby (28) aus Mali übernommen. Er hat durch dieses Projekt einen Praktikumsplatz bei einer Münchner Malerfirma bekommen. „Ich freue mich, dass ich etwas zu tun habe. Und vielleicht bekomme ich ja später eine Ausbildungsstelle in diesem Bereich.“

Die Fassade und die Balkone des Hauses werden im nächsten Schritt renoviert. Die Arbeiten im Café im Erdgeschoss sind schon im vollen Gange. Im Nachbarhaus mit der Nummer 4 sollen im Sommer Familien einziehen.

Lesen Sie hier: Das Projekt „Bellevue die Monaco“

Familie startet ins neue Leben

Endlich mitten im Münchner Leben! Vor drei Jahren hatten wir über die Flüchtlingsfamilie A. aus Afghanistan berichtet, die im damals noch maroden Haus in der Müllerstr. 6 zu fünft in drei Betten schlief. Seit Oktober hat die Familie nun eine Dreieinhalb-Zimmer-Wohnung in Pasing – dank der Vermittlung von Bellevue di Monaco. Auch sonst ist die Familie richtig hier angekommen.

Arazu A. (46) hilft bei Bellevue die Monaco mit, wo sie kann. Und sie berät auch mal Flüchtlinge.

„Mein großer Sohn studiert Informatik, die große Tochter geht auf die Fachoberschule“, erzählt die Witwe und vierfache Mutter Arazu A. (46). Sie hilft bei Bellevue di Monaco mit, wo sie kann. Sie leitet eine Gruppe für Hazaras, einer ethnischen Gruppe aus Afghanistan und Pakistan. Wenn Not am Mann ist, putzt oder kocht sie oder hilft in der Asylberatung aus. „Wir sind alle froh über unser neues Leben. Ich will so viel wie möglich zurückgeben.“

Nina Bautz

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