+
In Höhe der Eisenbahnbrücke gibt es eine extreme Engstelle, durch die Fahrradfahrer und Fußgänger gleichermaßen müssen.

Das nächste Nadelöhr!

Gefahrenzone Lindwurmstraße: So bedrängen sich Radler und Fußgänger

  • schließen

Der Engpass unter der Bahnbrücke in der Lindwurmstraße sorgt bei Fußgängern und Radler für Ärger und birgt großes Unfallpotenzial. An der Situation ändern tut sich jedoch erstmal nichts. 

München - Wer als Fußgänger oder Radler unter der Bahnbrücke an der Lindwurmstraße durch will, muss alle seine Sinne beisammen haben. Denn viel Platz hat derzeit keiner, der da durch will. Auf dem knapp 2,75 Meter breiten Fuß- und Radweg herrscht Gedrängel ohne Ende. Die Stelle ist für alle Verkehrsteilnehmer gefährlich und birgt Unfallpotenzial.

Mindestens bis 2023 wird sich an dieser Lage nichts großartig ändern. Denn so lange dauert es voraussichtlich, bis die Deutsche Bahn die Brücke erneuert hat. Davon werden dann aber Fußgänger und Radfahrer profitieren. Denn der kombinierte Gehsteig wird um 1,25 Meter verbreitert. Das soll für Entspannung an der Engstelle sorgen.

Gefährliches Gedränge: Herrscht in München wirklich der Radl-Irrsinn?

Stadtrat Bickelbacher fordert: Radfahrer „müssen absteigen und schieben“

Bis dahin bleibt es allerdings bei dem jetzigen Zustand. Stadtrat Paul Bickelbacher von den Grünen forderte mehr Rücksichtnahme von den Radfahrern. „Sie müssen absteigen und schieben, weil zu viele Menschen die Unterführung passieren“, sagte er unserer Zeitung.

Erst vor Kurzem hatte der Vorsitzende des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs die Stadt zum Handeln aufgefordert. Im Falle der Engstelle auf der Ludwigsbrücke stellte er die Sperrung einer Fahrspur für Autos in den Raum. Dies wäre vermutlich auch bei der Unterführung an der Lindwurmstraße möglich.

Das sagen die Radler

Unmöglich und gefährlich: „Hier ist es schon seit Jahrzehnten so, die Situation ist unmöglich und gefährlich! Ich fände es am besten, wenn eine der Autospuren zugunsten des Radwegs weichen würde. Ich hatte an der gegenüberliegenden Seite schon einen Unfall, musste abrupt abbremsen, bin ins Geländer gerutscht und hab mir die Hand verstaucht.“ (Stefan Ritter (61), Versicherer aus München)

Endlich Spur erweitern: „Man erlebt es täglich: Es ist ein großes Risiko, hier durchzufahren. Die Gefahr einer Kollision mit einem Fußgänger ist durchaus gegeben. Die Spur hier sollte bald ausgeweitet werden, um die Situation endlich zu entschärfen. Denn Fahrradfahrer auf dem Gehweg oder umgekehrt – da wird leicht mal jemand umgefahren.“ (Margarete (38) und Helmut Wilikoda (37))

lch bremse hier immer ab: „Die Engstelle unter der Eisenbahnbrücke ist sehr gefährlich. Die Radlfahrer sind hier oft zu schnell, der Radweg gehört hier eigentlich auf die Straße. Auf der Gegenfahrbahn haben sie es ja auch so gelöst. Ich bremse hier immer total ab, um niemanden zu gefährden.“ (Helmut Spulak (46), Beamter aus München)

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Marx widerspricht Papst: Vaterunser soll nicht geändert werden
Die katholische Kirche in Deutschland will an der vom Papst kritisierten Übersetzung des Vaterunser-Gebets festhalten.
Marx widerspricht Papst: Vaterunser soll nicht geändert werden
Brand in Paketshop: Feuerwehr verhindert Schlimmeres
Und das kurz vor Weihnachten: Einen Brand in einem Paketshop in München hat Freitagfrüh erheblichen Schaden verursacht. Zwei Bewohner des Hauses wurden leicht verletzt.
Brand in Paketshop: Feuerwehr verhindert Schlimmeres
Mann läuft auf Frankfurter Ring in Auto - und hat großes Glück im Unglück
In der Nacht auf Freitag touchierte ein Kleinwagen auf dem Frankfurter Ring einen Fußgänger. Der Mann wurde dabei verletzt, hatte letztlich aber großes Glück.
Mann läuft auf Frankfurter Ring in Auto - und hat großes Glück im Unglück
BMW baut neues Testgelände in Tschechien
BMW will ein neues Testgelände in Tschechien bauen. Der Münchner Autohersteller wird in Sokolow unweit der bayerischen Grenze einen dreistelligen Millionenbetrag …
BMW baut neues Testgelände in Tschechien

Kommentare