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Steht unter Denkmalschutz – und leer: Das Klohäusl am Holzplatz stammt aus dem Jahr 1900. 

Am Holzplatz

Neues Leben fürs alte Klohäusl

Das leer stehende Oktagon am Holzplatz soll wieder genutzt werden. Zunächst als Zwischennutzung, später hofft man auf eine dauerhafte neue Nutzung. Dies ist jedoch schwierig. 

München - Es gibt sie noch, die alten Münchner Klohäusl, zum Beispiel auf dem Holzplatz mitten im Glockenbacher Szeneviertel. Als öffentliche Toilette ist das marode Gemäuer heute nicht mehr zu gebrauchen. Die Lokalpolitiker möchten das alte Häusl nun aber vorsichtig neu bespielen. Zunächst soll ein Street-Art-Projekt am Pissoir als Zwischennutzung stattfinden. Gedacht ist an eine Graffiti-Aktion unter kompetenter künstlerischer Leitung. „Nach einer ersten Umsetzung sollen sich dann die Anwohner mit einbringen“, erklärte Franz Bruckmeir (SPD) bei der jüngsten Bezirksausschuss-Sitzung. 

Denn jede Nutzung kann auch Lärm verursachen. Einige Nachbarn sind hier, nahe dem Wurmfortsatz der sogenannten Feierbanane Müllerstraße und Sonnenstraße, empfindlich – und oft auch schon etwas älter. 

Dauerhafte Neunutzungen sind nicht einfach, denn das Pissoir, ein Oktagon aus dem Jahr 1900, steht unter Denkmalschutz und ist seit mehr als 20 Jahren verschlossen. Ein kommerzieller Pächter hat sich trotz mehrfacher Anläufe wegen der Auflagen und des Zustands des Häusls bisher nicht gefunden.

Ideen für eine Nutzung gibt es dagegen reichlich im Viertel. Das Spektrum geht vom Blumenladen, Treff für Ältere oder Jugendliche bis zur Rainer-Werner-Fassbinder-Gedenkstätte.

bus

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