Bundespolizei muss eingreifen

Rund um den Hauptbahnhof: Heftige Schlägereien am letzten Wiesn-Tag

Auch in den späteren Stunden des letzten Wiesn-Tages, 3. Oktober, hatte die Bundespolizei noch alle Hände voll zu tun, vor allem am Hauptbahnhof.  

München - Der erste Fall ereignete sich gegen 17 Uhr. Ein 26-jähriger, in Regensburg lebender Aserbaidschaner, beleidigte aus unbekannten Gründen eine Angestellte in einem Modegeschäft. Einer weiteren Mitarbeiterin schlug er den Ellenbogen ins Gesicht. Die Mitarbeiter konnten ihn daraufhin überwältigen und festhalten bis die Bundespolizei vor Ort war. Der Mann wurde mit auf die Dienststelle genommen. Hier wurde ein Atemalkoholwert von 0,5 Promille gemessen und eine Strafanzeige wegen Körperverletzung und Beleidigung erstellt, berichtet die Bundespolizei.

Nur wenig später, um 20 Uhr, geriet ein 37-jähriger Italiener mit einer Verkäuferin eines Lebensmittelgeschäftes in eine verbale Auseinandersetzung. Grund war, dass der Italiener dort ein Bier gekauft hatte, dieses aber zurückgeben wollte, weil er es als warm empfand. Als er durch den Security aus dem Geschäft begleitet wurde, mischte sich ein 43-jähriger Türke ein, begann den 37-Jährigen anzuschreien und nach ihm zu schlagen. Daraufhin schubste die Lebensgefährtin des Italieners, eine 26-Jährige - ebenfalls aus Italien - den in München lebenden Türken weg. Dieser ging nun auf die Frau los und schlug ihr drei Mal mit der Faust ins Gesicht. Dies wiederum veranlasste deren Lebensgefährten den Türken ebenfalls ins Gesicht zu schlagen. Weiterhin war der 37-Jährige so aufgebracht, dass er die Bierflasche zerschlug und von der 26-Jährigen zurückgehalten werden musste, um damit nicht auf den Türken loszugehen. 

Die Bundespolizei trennte schließlich die Streithähne und nahm alle Beteiligten mit auf die Dienststelle. Freiwillige Atemalkoholtests ergaben bei dem Italiener einen Wert von 3,27 und beim Türken von 1,87 Promille. Die Frau erlitt eine blutende Nase und Schmerzen im Bereich des Gesichts. Es wurden Ermittlungen wegen Körperverletzung eingeleitet. 

Gegen 22 Uhr kam es dann erneut zu einer körperlichen Auseinandersetzung. Diesmal allerdings zwischen Mitarbeitern der Deutsche Bahn Sicherheit und einer fünfköpfigen Personengruppe. Diese hatte mehrfach versucht die Türen eines abfahrbereiten Regionalexpresses zu öffnen. Einer der Sicherheitsmitarbeiter nahm einen 28-Jährigen der Gruppe in den Schwitzkasten - der Portugiese trug jedoch keine Verletzungen davon. Ein weiterer, 29-jähriger Beteiligter aus Ulm, zog sich eine Schürfwunde am Finger zu. Nach Abschluss aller Maßnahmen konnte die Fünf ihren Reiseweg fortsetzen. Es wurden Ermittlungen wegen Körperverletzung gegen die Sicherheitsmitarbeiter eingeleitet

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