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Der Bahnhofplatz soll verkehrberuhigt werden, womit auch Platz für Freischankflächen wäre.

Radl-Garagen, Brücken, Freischankflächen

Hauptbahnhof-Neubau: Unsere Karte zeigt, was wo geplant ist

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München - 2018 starten die Abbruch- und Tiefbauarbeiten zur Neugestaltung des Hauptbahnhofs. Wir erklären, was rund um den eigentlichen Neubau im Umfeld geplant ist.

Im kommenden Jahr beginnt der Bau der 2. S-Bahn-Stammstrecke – damit fällt auch der Startschuss für den neuen Hauptbahnhof. 2004 hatte das Münchner Architekturbüro Auer+Weber den Architektenwettbewerb für den Neubau gewonnen. Derzeit laufen schon die Vorbereitungs-Arbeiten: Leitungen werden neu verlegt, um Platz für die Baugrube zu gewinnen. So richtig geht es 2018 mit den Abbruch- und Tiefbauarbeiten los.

Dass die Bahn jetzt tatsächlich Gas gibt mit dem Bahnhofsneubau, ist daran zu sehen, dass sich der Stadtrat in diesen Tagen mit der Rahmenvereinbarung über den Neubau beschäftigt. Anfang Dezember soll sich der Planungsausschuss der Stadt mit dem Vertrag befassen, den OB Dieter Reiter (58, SPD) und die Bahn-Vorstände unterschreiben sollen. Darin ist der Bauablauf geregelt – und es werden die jeweiligen Bedingungen geklärt, die zu erfüllen sind. Die tz erklärt, was rund um den eigentlichen Neubau des Bahnhofes im Umfeld geplant ist:

Umbau Hauptbahnhof: Cafés, Tram und Radlspur

Die Verkehrsplanung sieht bislang vor, dass Autos künftig draußen bleiben. Darüber streiten allerdings SPD und CSU: „Eine totale Missgeburt“, so CSU-Planungssprecher Walter Zöller. Sein SPD-Kollege Christian Amlong hingegen meint, dass der neue Hauptbahnhof nur ohne Autos auf dem Vorplatz seinen Charme entwickeln könne. Vertiefte Studien über die Verkehrsbelastung stehen noch aus.

Für die Tram soll ein drittes Gleis verlegt ­werden. Außerdem ist eine Nord-Süd-Route für den Radverkehr vorgesehen. Die Taxis behalten ihre Standplätze am Nord- und Südeingang. Ansonsten können Autofahrer zum Ein- und Aussteigen kurz an den Seiteneingängen halten und auf Wendeplatten in der Bayer- und Arnulfstraße umdrehen. Neu sind zwei Freischank­flächen links und rechts des Bahnhofs-Haupteingangs mit jeweils rund 300 Quadratmetern Fläche.

Umbau Hauptbahnhof: Radl in den Untergrund

Der Platz rund ums Areal reicht nicht aus, viele Radl werden achtlos stehen gelassen. Folge: ein riesiger Verhau rund um den DB-Komplex. Künftig sollen die Radl großteils unter der Erde geparkt werden. Dazu sollen die Fußgänger­Unterführung an der Seidlstraße, der Bunker unter der Arnulfstraße, die Tiefgarage unter dem Bahnhofsplatz, das ungenutzte Zwischengeschoss der U4/U5 unter der Bayerstraße sowie der Bunker unter der Bayerstraße zu Rad­garagen umfunktioniert werden. Nur am Starnberger Bahnhof soll ein kleiner oberirdischer Stellplatz bleiben. In Zahlen: Platz für 160 Drahtesel.

Umbau Hauptbahnhof: Neue Brücken übers Gleis

In den Vertrag mit der Bahn ist auch eine neue Brücke (Querbahnsteig) über die Gleise zwischen Starnberger und Holzkirchner Bahnhof enthalten. Der Fahrgastverband Pro Bahn und die Stadt fordern seit Jahren diese Verbindung zu allen Gleisen, damit man beim Umsteigen von Zug zu Zug nicht immer in die Halle und zurück gehen muss und man den Bahnhof direkt Richtung Westen verlassen kann. Auch die Idee einer Direktverbindung zwischen ZOB und Hauptbahnhof wird geprüft – ein „Sky Walk“. Die Bahn ist derzeit aber skeptisch, ob sich dieses Projekt rentiert, da der Weg zwischen Hauptbahnhof und ZOB nicht deutlich genug abgekürzt würde. Wie der Stadtrat abstimmt, ist unklar – die CSU hat sich noch Bedenkzeit erbeten.

Johannes Welte 

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