Der Täter wurde schon gefasst

Ermittler auf neuen Wegen: Polizei fahndet nach Diebstahl-Opfer

Ungewöhnlicher Fall für die Bundespolizei am Münchner Hauptbahnhof: Nach einem Diebstahl konnte sie zwar den Täter stellen, vom Opfer jedoch fehlt jede Spur.

München - Eine bisher unbekannte Frau wurde am Freitagmittag (23. Februar) am Hauptbahnhof von einem Mann bestohlen. Sie und ein Zeuge bemerkten den Diebstahl, stellten den Täter zur Rede, woraufhin die Frau ihren Geldbeutel zurück erhielt - nur bei der Polizei meldete sie sich bisher nicht.

Die Bundespolizei sucht nun nach der Bestohlenen. Es war gegen 13.20 Uhr, als eine, auf 18 bis 25 Jahre geschätzte Frau den Münchner Hauptbahnhof über den Haupteingang betrat. Beim Betreten der Schalterhalle griff ihr ein 20-jähriger Gambier von hinten in die blaue Handtasche und zog einen ebenfalls blauen Geldbeutel heraus, wie die Bundespolizei berichtet.

Beamte stellen den alkoholisierten Dieb

Ein Zeuge konnte die Tat beobachten und auch die junge Frau bemerkte den Diebstahl. Umgehend stellten die beiden den Täter zur Rede, letztendlich gab der Asylbewerber den Geldbeutel zurück. 

Eine ungleich gravierendere Straftat hat sich am Dienstag am Hauptbahnhof ereignet: Ein Mann schlitzte einem 22-Jährigen den Hals auf.

Daraufhin ging die Unbekannte ihres Weges, ohne Anzeige zu erstatten. Der Zeuge, ein 58-jähriger Sudanese, sprach kurz darauf im Bahnhof eine Polizeistreife an und teilte den Sachverhalt mit. Der sich noch im Sichtbereich befindliche Dieb, bei dem später ein Atemalkoholwert von 0,8 Promille gemessen wurde, konnte durch Beamte der PI 16 gestellt werden. 

Bundespolizei appelliert an bestohlene Frau

Er erhielt eine Strafanzeige wegen Diebstahls. Nun sucht die Bundespolizeiinspektion München nach Auswertung der Kameraaufzeichnung, die die Tat eindeutig zeigt, nach der Bestohlenen. Sie war dunkel gekleidet mit einem Kurzmantel und schwarzer enger Hose. Weiterhin hatte sie dunkle, schulterlange Haare und eine blaue Umhängetasche. 

Die Bundespolizeiinspektion München bittet die Frau, bzw. Personen, die diese kennen, sich unter der Rufnummer 089/515550-111 zu melden.

Die besten und wichtigsten Geschichten aus diesem Teil Münchens posten wir auch auf der Facebook-Seite „Ludwigsvorstadt - mein Viertel“.

mm/tz

Rubriklistenbild: © Bundespolizei 

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

"Es ist alles verqualmt hier!" Feuer in Münchner Reinigung - Mega-Schaden
Am Freitagabend brach in einer Reinigung in Neuhausen ein Feuer aus. Der Schaden ist immens, selbst ein Geschäft nebenan muss seine Ware nun wegschmeißen.
"Es ist alles verqualmt hier!" Feuer in Münchner Reinigung - Mega-Schaden
AfD gewinnt gegen die Stadt München
Die Stadt München hatte der AfD bislang verboten in städtischen Einrichtungen Wahlkampf zu machen. Die Partei hat nun vor dem Verwaltungsgericht geklagt, mit Erfolg.
AfD gewinnt gegen die Stadt München
„Sklavenmarkt 12:00“-Banner am Odeonsplatz: Das steckt dahinter
Diese Entdeckung hat wohl bei zahlreiche Passanten in München für Staunen gesorgt: Mitten auf dem Odeonsplatz standen mehrere Frauen mit einem „Sklavenmarkt“-Banner. …
„Sklavenmarkt 12:00“-Banner am Odeonsplatz: Das steckt dahinter
Leserin beobachtet Tier-Drama an U-Bahn-Station: „Es war schrecklich“
München - Am Donnerstag soll sich ein Tier-Drama in der U-Bahn-Station Giselastraße abgespielt haben. Leserin Minea Pejic wurde Augenzeugin und machte auch Fotos davon. 
Leserin beobachtet Tier-Drama an U-Bahn-Station: „Es war schrecklich“

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.