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Die Drogenszene am Hauptbahnhof in München wächst.

Hauptbahnhof München

Polizei will Drogenszene am Bahnhof erforschen

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München - Seit etwa zwei Jahren sind rund um den Hauptbahnhof immer mehr Drogenhändler aus Nord- und Westafrika unterwegs, die Kunden vor allem Cannabis verkaufen wollen. Die Polizei will der Sache auf den Grund gehen.

„Das hat in den letzten Jahren zugenommen“, bestätigte Polizeisprecher Werner Kraus auf Nachfrage des Münchner Merkur. Ungefähr 500 Drogendealer seien in den vergangenen zwei Jahren dort festgenommen worden. Im Jahr zuvor waren es noch um die 100 Festnahmen.

Um herauszufinden, ob eine Organisation hinter den Hauptbahnhof-Dealern steht und woher die Dealer das Cannabis beziehen, denkt die Münchner Polizei nun darüber nach, die Ermittlungen zu vertiefen.

Sogenannte „Strukturermittlungen zu schwarzafrikanischen Straßenhändlern“ ließen sich laut Kraus jedoch nur mit zusätzlichem Personal effektiv gestalten. Und das ist für die Polizei nicht einfach. Schon heute klagen Bayerns Polizisten über zu viele Überstunden. „Wir prüfen derzeit, ob man das umsetzen kann“, erklärt der Sprecher. Wie viele Beamte sich dann mit den Hintergründen der Situation am Hauptbahnhof beschäftigen, ist also noch völlig unklar.

„Die Lage ist aber nicht besorgniserregend“, gibt Kraus gleich etwas Entwarnung. Die Beamten seien ständig an den Eingängen und in den Straßen rund um den Bahnhof unterwegs und würden dadurch die Drogengeschäfte stören. Das habe sich offenbar auch unter den Dealern herumgesprochen. Denn zu Beginn hätten sie sogar noch vor den Augen uniformierter Beamter vor allem Cannabis verkauft. Mittlerweile seien sie vorsichtiger geworden, da sie von der ständigen Präsenz der Polizei wissen.  

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