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Zu viele Promille: Ein 49-jähriger, der am Hauptbahnhof in München festgenommen wurde, war so betrunken, dass die Polizei-Technik streikte.

Zu viele Promille:

Mann sturzbetrunken, Alko-Testgerät gibt den Geist auf

München - Das war selbst die Polizei zu viel: Ein Mann sollte am Hauptbahnhof in München kontrolliert werden, war aber so voll, dass das Alkohol-Testgerät streikte.

Mit offenbar mehr als fünf Promille intus hat ein Betrunkener am Münchner Hauptbahnhof das Atemalkoholgerät der Bundespolizei außer Gefecht gepustet. Das Messgerät habe keinen genauen Wert anzeigen können, da es nur bis zu einem Wert von fünf Promille ausgelegt ist, erklärten die Beamten am Mittwoch. „Im Display zeigte das Gerät dann nur drei nach oben zeigende Pfeile. Auf dem Ausdruck des Geräts wurde der Wert 5 Promille festgeschrieben.“ Ein so hoher Alkoholwert gilt als lebensbedrohlich. Da der 49-Jährige über starke Bauchschmerzen klagte, riefen die Bundespolizisten den Rettungsdienst.

Der Mann soll am Dienstagabend versucht haben, einen Koffer im Bahnhof zu stehlen. Auf der Flucht habe er noch Sicherheitsleute angegriffen, hieß es weiter. Die Bundespolizei ermittelt nun wegen versuchter Körperverletzung, Hausfriedensbruch, Beleidigung und versuchten Diebstahls gegen den 49-Jährigen.

Der Fall des Promille-Spitzenreiters trifft zeitlich ziemlich genau zusammen mit einem Münchner Stadtratsbeschluss, der helfen soll, das Alkohol- und Kriminalitätsproblem im Bereich des Münchner Hauptbahnhofs in den Griff zu bekommen:

Nächtliches Alkoholverbot am Hauptbahnhof besiegelt

Mit einem nächtlichen Alkoholverbot will die bayerische Landeshauptstadt München die zunehmende Kriminalität rund um den Hauptbahnhof eindämmen. Der Stadtrat beschloss am Dienstag das Alkoholverbot zwischen 22.00 und 6.00 Uhr.

dpa/js

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