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In diesem Luxus-Anwesen an der Thalkirchner Straße wurde die damals 38-jährige Elvira S. am 2. Februar 2016 tot aufgefunden. 

Prozessbeginn

Mord in der Thalkirchner Straße: Hat er aus Heimtücke getötet?

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Am Dienstag beginnt in München der Prozess gegen Robert B., der seine Schwester getötet haben soll. Mutmaßliches Motiv: Heimtücke. Wollte er an ihr Millionen-Vermögen?

Die Gegensätze im Leben von Robert B. und seiner Schwester Elvira S. hätten größer nicht sein können. Sie erbte nach dem Tod ihres Ehemannes, eines Puchheimer Patentbesitzers, ein Millionen-Vermögen und lebte im Luxus. Er dagegen wohnte in Ungarn und hatte große Geldsorgen. Ihr verschwenderischer Lebensstil soll es am Ende gewesen sein, den Robert B. (38) nicht ertragen konnte. Laut Staatsanwaltschaft hat er seine damals 38-jährige Schwester am 2. Februar 2016 in der Thalkirchner Straße (Isarvorstadt) erwürgt. Ab Dienstag wird ihm der Prozess gemacht. Das Landgericht verhandelt wegen Mordes.

Er kam, um ihr beim Umzug zu helfen

Elivra S. Bruder Robert B. soll der Täter sein. Als Tatmotiv gelten Heimtücke und niedere Beweggründe. 

„Wir sehen die Mordmerkmale der Heimtücke und der niederen Beweggründe erfüllt“, sagte Staatsanwalt Florian Weinzierl bereits Anfang Februar. Den Ermittlungen zufolge war Robert B. am 31. Januar 2016 nach München gereist, um seiner Schwester beim Umzug zu helfen. Seit dem Tod ihres Mannes wohnte sie in einem luxussanierten Wohnhaus an der Thalkirchner Straße, hatte sich in der Müllerstraße aber eine Eigentumswohnung gekauft. In der Luxusanlage „The Seven“ wollte sie fortan leben und den Wohnungsschlüssel am 2. Februar zur Mittagszeit entgegennehmen. Doch dazu kam es nicht mehr.

Um 11.45 Uhr hatte ein Mitarbeiter der Hausverwaltung sie zuletzt in der Thalkirchner Straße gesehen. Danach war sie mit ihrem Bruder allein. Als er mitbekommen hatte, wie sie eine Rechnung über eine sechsstellige Summe über einen Concierge abwickeln ließ, soll ihn die Wut gepackt haben. Wahrscheinlich im Streit soll er beschlossen haben, Elvira S. umzubringen. Dazu nahm er mutmaßlich die Schnur eines Schuhsacks und legte sie seiner Schwester ohne Vorwarnung von hinten um den Hals.

Wie die reiche Witwe starb, ist noch unklar

Bislang noch unklar ist, wie die reiche Witwe letztendlich zu Tode kam. Hat Robert B. sie mit der Schnur erdrosselt? Oder sie mit den Händen erwürgt? Letzteres soll er zunächst versucht haben, dabei ging Elvira S. benommen zu Boden. Danach soll er sie bis zur Bewusstlosigkeit gewürgt haben. Erst einige Minuten später merkte Robert B., dass seine Schwester noch lebt. Mutmaßlich schlug er sie daraufhin ins Gesicht und legte ihr die Schnur nun so um den Hals, dass sie keine Chance mehr hatte. Danach flüchtete B. aus der Wohnung. Tags drauf wurde die Leiche von Elvira S. in der Wohnung entdeckt.

Im Ausland wurde er gefasst

Bis nach Ungarn hatte die Kriminalpolizei den mutmaßlichen Mörder verfolgt und schließlich verhaftet. Am 11. Februar flogen Beamte Robert B. aus Budapest ein. Finanzielle Gründe galten den Ermittlern von Beginn an als Tatmotiv, schnell rückte er in den Fokus der Ermittler. Denn Elvira B. hatte ihren Bruder in ihrem Testament als Vermächtnisnehmer eingesetzt: Er sollte monatlich 2000 Euro erhalten für den Fall, dass seine Schwester stirbt. Auch weitere Familien-Mitglieder hatte sie begünstigt.

Ein Geständnis hat Robert B. bei der Polizei bislang nur angedeutet. Am Dienstag könnte er reinen Tisch machen. Vor Gericht vertritt ihn Rechtsanwältin Birgit Schwerdt. Zuletzt konnte sie den wegen Mordes an seiner Schwägerin angeklagten Angel R. (39) vor einer lebenslangen Freiheitsstrafe bewahren.

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