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Die Gegend rund um den Münchner Hauptbahnhof soll zu den hippsten in Europa gehören.

Hipster-Paradies?

Überraschendes Ranking: So angesagt ist das Münchner Bahnhofsviertel

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Das Münchner Bahnhofsviertel ist hipp. Richtig hipp! Zumindest, wenn man einem Hipster-Blogger glauben darf. Über seine Bewertungskriterien lässt sich durchaus streiten.

München - Das Bahnhofsviertel hat in München nicht gerade den besten Ruf und gilt sogar als Problemviertel. Alleine in den vergangenen zwei Monaten gab es über 1500 Kontrollen der Polizei. Dennoch zählt die Website TravelSupermarket das Viertel im „Hip Hang-out Neighbourhood Index“ zu den absoluten Trendvierteln Europas.

Hinter der Langstraße in Zürich und den Kopenhagener Vierteln Norrebro und Verstbro belegt das Münchner Bahnhofsviertel europaweit (Großbritannien ausgenommen) den vierten Rang, noch vor dem Rosenthaler Platz in Berlin. Grundlage für die Platzierung ist eine Bewertung des selbsterklärten Hipster und Blogger Adam Groffmann. 

Der gelernte Grafikdesigner aus den Vereinigten Staaten gab 2010 seinen Job in Boston auf und reiste einmal quer über den Globus. 2011 ließ er sich in der Hipster-Hauptstadt Berlin nieder. Seitdem schreibt er in seinem Blog „Travels of Adam“ über seine Erlebnisse und Lieblingsorte.

„Little Istanbul“ als großer Pluspunkt

Doch wie kommt Groffmann gerade auf das Bahnhofsviertel? Dafür bewertete er drei Kategorien: „Hippe Plätze“, „Kreative Möglichkeiten“ und den „Reisewert“. Bei den hippen Plätzen springen Groffmann vor allem die vielen türkischen Läden ins Auge, weshalb auch manchmal von „Little Istanbul“ die Rede ist.  

Typisches Straßenbild im Bahnhofsviertel: Ein Gemüsehändler

Der „internationale Flair“ mache das Bahnhofsviertel sehr populär, heißt es in seiner Bewertung. Vor allem das Café Marais in der Parkstraße und Altin Dilim in der Goethestraße müsse man laut Groffmann wegen der türkischen Spezialitäten besuchen. Außerdem hebt er das City Kino hervor. In der Kategorie „Hippe Plätze“ vergibt Groffmann deshalb neun von zehn Punkte. 

Kreativoase Stachus

Geht es um die kreativen Möglichkeiten, sei der Stachus das Must-See im Bahnhofsviertel. Gut, mit etwas Wohlwollen kann man den Stachus noch dem Bahnhofsviertel zuordnen, die Stachus Passagen dann aber als Geheimtipp für kreative Köpfe zu bezeichnen, geht dann vielleicht doch etwas zu weit. Daran ändert auch das „Arrangement der weißen Kugeln“ nichts. 

Casino-Angestellte hat Todesangst: „Nachts hier arbeiten - der Horror!“

Zugegebenermaßen gehört der Stachus bei schönem Wetter auf jeden Fall zu den sehenswerten Plätzen in München. Für Liebhaber der bayerischen Küche empfiehlt der Hipster-Blogger das Augustiner Bürgerheim in der Bergmannstraße. 

Ein weiterer Pluspunkt: Die Nähe zum Sendlinger Tor mit unzähligen Bars, Restaurants und Klubs. Für die Kreativität vergibt Groffmann die vollen zehn Punkte.

Reisewert nur Durchschnitt

Rund um den Hauptbahnhof tummeln sich Hotels und Hostels. Dennoch vergibt Groffmann für den Reisewert nur fünf Punkte. Das hat auch mit den hohen Durchschnittskosten zu tun. 118,5 britische Pfund (133, 16 Euro) hat er als Mittelwert errechnet.

Mit insgesamt 24 Punkten schafft es das Münchner Bahnhofsviertel in der - zugegebenermaßen subjektiven - Bewertung auf Platz vier. Die Langstraße in Zürich bekommt mit 30 Punkten die Maximalpunktzahl. Ebenfalls 24 Punkte erreicht haben der Rosenthaler Platz in Berlin, Mariahilf in Wien und Psiri in Athen. Das Bahnhofsviertel ist also das trendigste Viertel Deutschlands.

Jetzt seid Ihr gefragt: Gehört das Bahnhofsviertel für auch zu den Szenevierteln Münchens?

ses

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