Die Ludwigs-Büste.
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Die Ludwigs-Büste.

Es kostet eine halbe Million

Eine romantische Ruine für den Kini: So sieht das neue Denkmal aus

  • Sascha Karowski
    VonSascha Karowski
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Das Denkmal für König Ludwig II. nimmt Formen an. Der Stadtrat wird sich am Dienstag mit der Detailplanung für das Projekt an der Corneliusbrücke befassen.

München - Dietmar Holzapfel ist zufrieden. „Uns gefällt der Kompromiss sehr gut“, sagt der 62-Jährige. Sein Herzensprojekt nimmt konkrete Formen an: Das Denkmal für König Ludwig II. an der Corneliusbrücke soll nach den Plänen der Landschaftsarchitektin Christine Stüber realisiert werden. Der Stadtrat muss am Dienstag noch zustimmen.

Geplant ist eine romantische Ruine für rund 500 000 Euro. Dazu werden die Stufen der einstigen Nische und der Podestbereich neu mit dem alten Natursteinmaterial errichtet, das vom Ursprungsdenkmal übrig geblieben ist. Die Rückwand der ehemaligen Nische wird in Brüstungshöhe auch wieder aufgebaut – ebenso die sechs Einzelpostamente mit Säulenfragmenten bis zu einer Höhe 2,50 Metern sowie drei Stufen zum Figurensockel. Auf dem ehemaligen oberen Abschlussstein des Nischenbogens thront eine Nachbildung der Büste. Es entsteht ferner eine Gartenanlage mit einem Weg aus wassergebundener Sanddecke. 

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Denkmal für Ludwig II.: Baubeginn im Herbst 2022

Die Ruine selbst wird mit wilden Rosen und Efeu berankt. Fünf Sitzbänke mit Rückenlehnen werden außerdem aufgestellt. Ergänzt wird die Gartenanlage durch frei verteilte Steinfragmente, wie den ehemaligen Sockel der Statue sowie zwei großen Schmuckvoluten, die als Sitzelemente mit Blick auf die Isar dienen. Die bestehenden Pappeln bleiben erhalten. Um die romantische Ruine von der Straße aus sichtbarer zu machen, wird die bestehende, durchgängig geschlossene Brüstung durch eine aufgelöste ersetzt, wie sie bereits an der Brüstung der Bastion verwendet wird. Baubeginn soll im Herbst 2022 sein.

An gleicher Stelle gab es schon ein Denkmal in Form einer elf Meter hohen Steinnische und einer mehr als drei Meter hohen Bronzefigur. Im Jahr 1942 wurde diese von den Nationalsozialisten entfernt und für Kriegszwecke bis auf den Kopf eingeschmolzen. Der Kopf wurde 1963 im Nationaltheater aufgestellt, die Steinnische auf der Corneliusbrücke 1969 jedoch abgebaut und im Steinlager der Stadt deponiert. 2013 wurden dort rund 470 Einzelteile der Steinnische wiederentdeckt. Für den Wiederaufbau des Denkmals hatte Holzapfel zehntausende Unterschriften gesammelt.

Sascha Karowski

Auch um ein anderes Münchner Denkmal gibt es Wirbel, es soll Krankheitserreger aufweisen.

In Regensburg wurde ein neues Geschichts-Museum eröffnet. Chronologisch wird in 25-Jahr-Etappen Bayerns Aufstieg zum Hightech-Land erzählt.

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