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Am Alten Nördlichen Friedhof soll auch künftig ein Sicherheitsdienst nach dem Rechten sehen.

Stadt hält an Maßnahme fest

Freizügige Besucher und unpassende Aktivitäten: „Situation auf Friedhöfen hat Ausmaße erreicht, die ...“

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Die Verwaltung will den Alten Nördlichen und dem Alten Südlichen Friedhof in München auch nach dem Pilotversuch weiter vom Sicherheitsdienst bewachen lassen. 

  • Ärgerliche Friedhofsnutzung: Immer wieder werden in München Drogen konsumiert und Kindergeburtstage gefeiert.
  • Die zuständige Verwaltung klagt über gravierende Ausmaße.
  • Die Stadt will nun weiter einen Sicherheitsdienst einsetzen.

München - Das Grab ist tief und stille, heißt es in einem Gedicht von Johann Gaudenz Freiherr von Salis-Seewis. In München ist das nicht allenthalben der Fall. Der Alte Nördliche und der Alte Südliche Friedhof waren in der Vergangenheit vermehrt auch ganz und gar nicht still genutzt worden. Die Verwaltung schreibt in einer Vorlage, die Ruhestätten seien von den Bürgern zunehmend als Freizeit- und Erholungsorte interpretiert worden. „Die Situation hat mittlerweile Ausmaße erreicht, die nicht ignoriert werden sollten, sofern der Charakter der Friedhöfe und der Bestand der Denkmäler sowie der Anlagen gewahrt bleiben sollen“, heißt es in einer Vorlage für den Stadtrat.

Seit April läuft daher ein Pilotversuch, ein externer Sicherheitsdienst patrouilliert täglich auf den Arealen. Die Verwaltung will das nun für die nächsten drei Jahre sicherstellen.

München: Vermehrt harte Drogen auf Friedhöfen konsumiert

Auf dem Alten Südlichen Friedhof kam ein weiteres Problem hinzu. Laut Verwaltung wurden hier vermehrt harte Drogen konsumiert. Die benutzten Bestecke, Spritzen und Verpackungen landeten im Gebüsch. „Dies birgt die Gefahr, dass sich Besucher und insbesondere Kinder daran verletzen.“ In den Sommermonaten sei der Friedhof oftmals Ziel für Feiernde gewesen – mit entsprechendem Alkoholkonsum. 

„Menschen verrichten dann ihre Notdurft hinter den Denkmälern. Die Brunnenanlage wird zum Baden verwendet, die Pumpen wurden in der Vergangenheit bereits mehrfach massiv beschädigt, was jedes Mal mit hohen Reparaturkosten verbunden war“, heißt es in dem Bericht.

Kindergeburtstage und Grillpartys auf Friedhöfen in München: „Gehölze massiv beschädigt“

Das Geschehen am Alten Nördlichen Friedhof war aus Verwaltungssicht nicht minder ärgerlich: „Dort werden häufig Kindergeburtstage und Grillpartys innerhalb der Rasenflächen, also direkt auf den dort vorhandenen, aber nicht mehr gekennzeichneten Grabstätten abgehalten.“ Außerdem würden die Flächen von Münchnern zum Sonnenbaden genutzt – auch ohne Oberbekleidung. 

„Es werden Slacklines und Hängematten zwischen den vorhandenen Gehölzen gespannt, was diese massiv beschädigt.“ Des Weiteren werde der Friedhof als Spielplatz genutzt. Es werde auf Bäume geklettert und auf Grabsteinen und sakralen Objekten geturnt. „Dies führt nicht nur zu Schäden, sondern stellt auch Gefahren insbesondere für Kinder dar und wirft haftungsrechtliche Fragen auf.“

München: Sicherheitsdienst soll weiter auf Friedhöfen patrouillieren

Gesundheitsreferentin Stephanie Jacobs (parteifrei) sagte auf Anfrage unserer Zeitung, dass sich die Situation durch den Wachschutz bereits verbessert habe. „Aus unserer Sicht hat sich das Projekt bewährt, wir wollen aber auch noch in den Diskurs treten – mit den Bezirksausschüssen und den Anwohnern. 

Aber die Friedhofsverwaltung sieht das Projekt positiv.“ Der Stadtrat muss am Donnerstag entscheiden, ob er die Friedhöfe weiter überwachen lassen will.

Nicht auf einem Friedhof enden wird übrigens der 77-Jährige Hans Urban, denn er stellt seinen Körper der Wissenschaft zur Verfügung. Deswegen hat er jetzt bereits zu Lebzeiten seinen eigenen Leichenschmaus veranstaltet

Traurige Gewissheit gibt es dagegen im Fall des wochenlang vermissten Münchner Studenten. Er wurde tot geborgen. 

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