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Bei den Löscharbeiten kam eine Drehleiter zum einsatz.

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Flammen wüten am Hauptbahnhof: Feuerwehr muss Wohnungen gewaltsam öffnen

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    Maximilian Kettenbach
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Am Donnerstagabend ist es in der Paul-Heyse-Straße zu einem Brand in einem Dachgeschoss gekommen. Dabei entstand ein Sachschaden von rund 100.000 €.

München - Ein Anwohner meldete starken Brandgeruch und Rauch aus dem Dachgeschoss in einem siebengeschossigen Wohn- und Geschäftsgebäude, wie die Branddirektion München berichtet.

Die Integrierte Leitstelle alarmierte den Löschzug der Hauptfeuerwache zur Alarmadresse. Unverzüglich gingen beim Eintreffen der Feuerwehr drei Einsatzkräfte mit Atemschutz und einem C-Rohr ausgestattet in das Dachgeschoss zur Brandbekämpfung vor. 

Brand und Verkehrschaos in der Paul-Heyse-Straße.

Nach ersten Erkundungsmaßnahmen wurde festgestellt, dass Dämmmaterial auf zirka 50 Quadratmetern in Brand geraten war. Daraufhin forderte der Einsatzleiter einen zweiten Löschzug der Berufsfeuerwehr und die Abteilung der Freiwilligen Feuerwehr Mitte zur Einsatzstelle nach. Da sich in dem Dachgeschoss eine enorme Hitze staute, wurden Teile der Dachhaut von der Drehleiter aus geöffnet. 

Mehrere Wohnungen gewaltsam geöffnet

Parallel dazu wurde mit zwei Hochleistungslüftern das Treppenhaus belüftet. So konnte die Hitze aus dem Dachboden entweichen. Zur gleichen Zeit kontrollierten die Einsatzkräfte das Gebäude auf Rauch, hierbei mussten fünf Wohnungen gewaltsam geöffnet werden. Es waren zu keiner Zeit Personen in Gefahr. 

Alle Bewohner konnten während der Einsatzzeit in ihren Wohnungen bleiben. Nach zirka 45 Minuten war das Feuer unter Kontrolle. Anschließend wurden noch kleine Glutnester mithilfe einer Wärmebildkamera ausfindig gemacht und abgelöscht. Während der Einsatzzeit war die Paul-Heyse-Straße zwischen der Landwehrstraße und Schwanthalerstraße gesperrt. 

Der Sachschaden wird vonseiten der Feuerwehr auf rund 100.000 € geschätzt. Die Brandfahndung der Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. 

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