Geschäft am Hauptbahnhof

Verkäufer wehrt Jugendliche mit Pfefferspray ab

München - Ein Angestellter eines Marktes im Münchner Hauptbahnhof hat Donnerstag Nacht fünf Jugendliche im Getränkelager entdeckt und zur Rede gestellt. Dann eskalierte die Situation.

Ein 26-Jähriger Mitarbeiter eines Geschäfts am Münchner Hauptbahnhof hat sich am Donnerstag alleine gegen fünf Jugendliche, im Alter von 16 bis 17 Jahren, behaupten müssen, das berichtet die Bundespolizei am Freitag. 

Gegen 21 Uhr entdeckte der junge Mann eine Gruppe von fünf Jugendlichen, die sich unerlaubter Weise im Getränkelager des Ladens aufhielten. Als er die Jugendlichen zur Rede stellte, reagierten die aggressiv und fingen an den 26-jährigen Verkäufer zu beschimpfen und beleidigten ihn wüst. 

Einer aus der Gruppe, ein 17-Jähriger, schlug dem jungen Angestellten sogar ins Gesicht. 

Als dieser sich wehrte und versuchten den Angreifer festzuhalten, berichtet die Bundespolizei, rückten die anderen Jugendlichen näher - bereit mitzumischen. 

Der 25-jährige Mann zückte sein Pfefferspray und hielt drauf: Drei der fünf Jugendlichen traf er damit im Gesicht.

In diesem Moment kam die Streife der Bundespolizei dazu und trennte die Kämpfenden. 

Einer der unverletzten Jugendlichen bedrohte den Verkäufer trotzdem weiter, indem er sich, mit Blick auf den Verkäufer, mit dem Finger quer über den Hals fuhr.

Der Aufruhr endete für die vom Pfefferspray getroffenen Jugendlichen im Krankenwagen zur Behandlung. Gegen alle fünf wird nun wegen Körperverletzungsdelikten, Beleidigung, Bedrohung, Sachbeschädigung und Hausfriedenbruchs ermittelt. 

Wie die Polizei im Nachhinein feststellte, hatten jeder aus der Gruppe Alkohol im Blut. Bei einem wurde sogar ein Wert von 1,65 Promille gemessen.

Rubriklistenbild: © Haag Klaus

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