Groß-Razzia in der Schillerstraße

Illegale Prostitution? Großeinsatz in Münchner Nachtlokal

München - Die Münchner Polizei hat in einem Nachtlokal nahe des Hauptbahnhofs zugeschlagen: Dutzende Beamte stürmen das Etablissement an der Schillerstraße – die Vorwürfe reichen von Prostitution bis Schwarzarbeit.

Illegale Prostitution, Drogen, Schwarzarbeit, Verstöße gegen das Jugendschutzgesetz – es gibt eine ganze Menge an Vorwürfen, die die Polizei gegen eine Bar im Münchner Bahnhofsviertel vorbringt. Bei einer groß angelegten Razzia in den frühen Morgenstunden des Samstags nahmen die Ordnungshüter die Bar „Sesame“ an der Schillerstraße gründlich unter die Lupe.

Schon länger gibt es laut einem Sprecher des Polizeipräsidiums Hinweise darauf, dass es in dem Nachtlokal „zur Anbahnung und Ausübung der verbotenen Prostitution kommt“. Auch sollen dort Drogen verkauft und konsumiert werden. Betreiber, Mitarbeiter und Besucher sollen fast ausschließlich aus dem arabischen und nordafrikanischen Raum stammen.

Am Samstag kurz nach Mitternacht stürmten mehrere Dutzend Beamte die Bar und kontrollierten alle Anwesenden. Mit dem Zugriff wurde auch der Abschnitt der Schillerstraße vor der Bar „Sesame“ gesperrt. Die Beamten bauten dort zwei Kontrollzelte auf.

Nach Polizeiangaben waren zum Zeitpunkt des Zugriffs rund 80 Personen in dem Nachtlokal. Gegen 24 Frauen wird nun ermittelt, weil der Verdacht nahe liege, dass sie der unerlaubten Prostitution nachgegangen sind. Bei einem Mann ergaben sich stichhaltige Hinweise, dass er als Zuhälter fungiert. Vier Gäste wurden wegen Betäubungsmitteln festgenommen. Bei ihnen wurde ein Briefchen mit Kokain, in Alufolie verpacktes Marihuana sowie ein Haschischbrocken gefunden. Ferner hätten die Beamten Verstöße gegen das Schwarzarbeits-, das Mindestlohn- und das Jugendschutzgesetz festgestellt. Erst nach 5 Uhr war die Kontrolle beendet. 

sri

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa (Symbolbild)

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Musizierende Kinder: Nachbarn streiten sich vor Gericht 
Zwei Truderinger haben die Nachbarsfamilie verklagt. Deren vier Kinder spielen Schlagzeug, Saxofon und Tenorhorn. Und das viel zu laut und auch zu Ruhezeiten, sagen die …
Musizierende Kinder: Nachbarn streiten sich vor Gericht 
Fehlalarm: Feuerwehr sucht vergeblich nach Booten in Not
Am Ende war es offenbar ein Fehlalarm: Ein großes Aufgebot an Rettungskräften musste am frühen Samstagabend ausrücken, weil zwei Schlauchboote in Not gemeldet wurden.
Fehlalarm: Feuerwehr sucht vergeblich nach Booten in Not
Bremsen versagt? Tölzer rammt Mann von Trike
Ein schwer verletzter Mann sowie mindestens 10.000 Euro Schaden sind die Bilanz eines Unfalls am Freitagabend auf der A95 im Stadtgebiet. Ein Autofahrer hatte einen Mann …
Bremsen versagt? Tölzer rammt Mann von Trike
Null Liter auf 100 Kilometern: MVG testet die leisen Riesen
Auf den Münchner Straßen bahnt sich eine leise Revolution an. Denn der MVG testet ab Juli die ersten großen Elektrobusse. Einige Probleme gibt es aber noch zu lösen.
Null Liter auf 100 Kilometern: MVG testet die leisen Riesen

Kommentare