Die Reichenbachbrücke in München.
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An der Reichenbachbrücke kam es am Mittwoch zu einem Großeinsatz (Symbolbild).

Ein goldener Ring mit Gravur

Mann stirbt bei Isar-Unglück - Stiefsohn meldet sich bei Polizei

  • Stefanie Wegele
    vonStefanie Wegele
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  • Lukas Schierlinger
    Lukas Schierlinger
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In München kam es vergangenen Mittwoch zu einem tragischen Vorfall, auf den ein Großeinsatz an der Isar folgte. Ein Mann ist in der Isar zu Tode gekommen. Nun gibt es neue Details.

  • Am Mittwoch (9. September) rückten Retter zu einem Großeinsatz an der Reichenbachbrücke in München* aus.
  • Auch ein Hubschrauber war vor Ort. Auf Anfrage erläuerte ein Sprecher der Feuerwehr die Hintergründe.
  • Vermutungen zufolge handelte es sich bei dem tragischen Ereignis um einen Sturz von der Brücke.

Update vom 13. September, 22.13 Uhr: Der Mann, der vergangene Woche in der Isar gestorben war (siehe Update 11. September), ist identifiziert: Es handelt sich um einen 78-jährigen Münchner. Sein Stiefsohn hatte ihn als vermisst gemeldet. Zudem meldeten sich Personen bei der Polizei, die ihn auf dem Bild erkannten, das das Präsidium am Freitag veröffentlicht hatte. 

Update vom 11. September, 13.30 Uhr: Die Polizei München hat weitere Informationen rund um den Todesfall an der Isar vom vergangenen Mittwoch herausgegeben. Noch immer stellen sich den Ermittlern viele Fragen, die jetzt mit Hilfe der Bevölkerung geklärt werden sollen. Dazu hat die Polizei eine Personenbeschreibung des Toten herausgegeben. Die Beamten hoffen auf sachdienliche Hinweise von Menschen, die Informationen zum Hergang des Unfalls geben können.

München: Nach Todesfall in der Isar - Polizei sucht jetzt nach Hinweisen aus der Bevölkerung

Personenbeschreibung der Polizei:

Demnach hatte der Mann etliche Narben: Eine davon verläuft quer unterhalb des Halses. Zudem hat der Ertrunkene eine Blinddarm-Narbe, eine weitere an der Leiste (linke und rechte Seite), sowie eine etwa 4 cm querverlaufende Narbe an der linken Stirnseite.

- Ein goldfarbener Ring mit der Gravur „Hilde“ und 585 Stempel

- eine analoge Quarz-Armbanduhr der Marke „Regent“ mit schwarzem lederartigem Armband

- Teile der Kleidung hatten Etiketten der Firmen C&A, Lidl, u. ä. Der Tote trug ein blau/schwarz kariertes Langarmhemd mit Brusttasche

- Größe XL43/44 - eine braune Jacke mit Kapuze, Marke Watson‘s, schwarzes Innenfutter - Größe XL 56 

- blaue C&A Jeans - Größe 38/30 Slimfit, mit Aufschrift Denim

- schwarze Sneaker mit weißer Sohle ohne Marke - Größe 44 -

zudem lange Unterhosen und ein Unterhemd, beides in weiß

- graue Socken, schwarze Hosenträger, beides unbekannter Marke - der Tote trägt eine Vollgebissprothese 

Wer hat im angegebenen Zeitraum im Bereich der Reichenbachbrücke und Wittelsbacherbrücke Wahrnehmungen gemacht, die im Zusammenhang mit diesem Vorfall stehen könnten? Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 14, Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen. 
 

München: Älterer Mann tot in der Isar aufgefunden

Update 9. September, 17.05 Uhr: Ein Sprung in die Isar hat am Mittwochvormittag den Großeinsatz an der Reichenbachbrücke ausgelöst. Doch jede Hilfe kam zu spät. Der etwa 50 bis 70 Jahre alte Mann konnte zwar geborgen werden, starb aber noch am Ufer. Gegen 10 Uhr alarmierten Passanten die Einsatzkräfte. Zwei Münchner Bürger hatten unterdessen den Bewusstlosen aus dem Wasser geborgen und begannen mit der Reanimation.

Isar in München: Retter eilen vergeblich zu Hilfe - Polizei gibt Erkenntnisse über Opfer bekannt

Rettungskräfte übernahmen die Wiederbelebung, konnten den Mann jedoch nicht mehr retten. Die genauen Hintergründe zu dem Vorfall sind nach Angaben der Polizei noch nicht bekannt. Zeugen des Vorfalls und die zwei Helfer wurden vom Kriseninterventionsteam betreut, einer davon verletzte sich am Bein. Unbestätigten Aussagen von Passanten vor Ort zufolge könnte der Mann von der Wittelsbacherbrücke gesprungen sein, möglicherweise ist er auch gestürzt. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei soll der Mann aus dem Obdachlosenmilieu stammen.

Während der Bergung sperrte die Polizei rund um den Einsatzort eine Fahrspur für den Verkehr. Da um diese Zeit nur wenige Autofahrer unterwegs waren, kam es nur zu geringfügigen Beeinträchtigungen. Um die Todesursache festzustellen, wird der Tote nun im Institut für Rechtsmedizin obduziert.

München: Großeinsatz an Isar-Brücke im Süden der Stadt - auch Hubschrauber vor Ort

Update 9. September, 11.47 Uhr: Die Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst sowie der Rettungshubschrauber haben die Reichenbachbrücke inzwischen verlassen. Jetzt sind Kräfte der Münchner Polizei vor Ort.

Ursprungsmeldung (9. September, 11.00 Uhr):

München - An der Münchner Reichenbachbrücke kam es am Mittwoch (9. September) zu einem Großeinsatz. Zahlreiche Kräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst waren vor Ort, ein Hubschrauber ebenfalls im Einsatz. Gegen 11 Uhr gab die Feuerwehr via Twitter bekannt, dass es zu Verkehrsbehinderungen kommen könne.

Passanten hatten zuvor einen leblosen Körper aus dem Wasser der Isar gezogen. Die herbeigerufenen Rettungskräfte hatten umgehend begonnen, Reanimationsmaßnahmen einzuleiten. Diese seien gegen 11.15 Uhr erfolglos beendet worden, erklärte ein Sprecher der Feuerwehr München auf Anfrage unserer Redaktion.

Nun soll geprüft werden, ob es sich um einen geplanten Selbstmord oder um einen Unfall handele, hieß es.

Hinweis der Redaktion

Generell berichten wir nicht über den Verdacht auf Suizid-Absichten, damit solche Fälle mögliche Nachahmer nicht ermutigen. Eine Berichterstattung findet nur dann statt, wenn die Umstände eine besondere öffentliche Aufmerksamkeit erfahren. Wenn Sie oder eine Ihnen bekannte Person unter einer existentiellen Lebenskrise oder Depressionen leidet, kontaktieren Sie bitte die Telefonseelsorge unter der Nummer: 0800-1110111. Hilfe bietet auch der Krisendienst Psychiatrie für München und Oberbayern unter 0180-6553000. Weitere Infos finden Sie auf der Webseite www.krisendienst-psychiatrie.de.

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