Menschenmenge außer Rand und Band

Dönerwetter in München: Eröffnung ufert aus - Polizei rückt an 

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100 Jugendliche mit Trommeln und Lautsprechern auf der Straße - für Autos gab es kein Durchkommen mehr. Was war da in der Landwehrstraße los?

München - Ausgelassene Feier mitten auf der Landwehrstraße: Über hundert vor allem junge Syrer aus der Ludwigsvorstadt waren am Mittwochabend gekommen, um die Eröffnung des Restaurants Bauabet Al Sham zu feiern. Mit Fackeln, Trommeln und Lautsprechern ausgerüstet, sangen und tanzten die Jugendlichen fröhlich auf der Straße. Das allerdings um 16.45 Uhr, also zur Berufszeit - und eben ausgerechnet in der Landwehrstraße, die ohnehin für jeden Autofahrer ein Albtraum ist. „Nichts ging mehr, weder vor noch zurück“, erzählt ein Anwohner der tz. „Manche Fahrer sind ausgestiegen und haben bei der Party mitgemacht, andere haben fürchterlich gehupt.“

Da der Verkehr von den feierwütigen Menschen massiv behindert wurde, musste die Polizei anrücken. Die ging - wegen des hohen Menschenaufkommens - zunächst von einer nicht angemeldeten Demonstration aus. Es gab ein kleines „Dönerwetter“ von den Einsatzkräften, danach gingen die Gäste sofort friedlich ins Restaurant, um dort die Party fortzusetzen. Bereits eine halbe Stunde später war die Straße wieder für den Verkehr frei. Die Wirte Mohamad Almasri und Kanous Ashbiro zeigten sich darüber natürlich sehr erleichtert. In Syrien feiere man stets sehr ausgelassen, vor allem Singen und Tanzen sei in ihrem Land an der Tagesordnung, dazu brauche es keinen besonderen Anlass. Und freilich waren viele Freunde der beiden Chefs bei der Neueröffnung eingeladen. D

Das neue Restaurant, das Schawarma (wie Döner Kebab oder Dürüm heißt das übersetzt: „sich drehendes Grillfleisch“) und andere authentische Spezialitäten anbietet, ist übrigens der zweite Syrer in München neben dem Bab A Hara, das sich nur ein paar Meter entfernt ebenfalls in der Landwehrstraße befindet. Zuvor waren die Räume über Jahrzehnte in türkischer Hand: Das Lokal Istanbul servierte anatolische Gerichte von Chef Ertugrul Dede. 

Die Wirte Mohamad Almasri und Kanous Ashbiro zeigten sich nach dem Trouble erleichtert. In Syrien feiere man stets sehr ausgelassen, vor allem Singen und Tanzen sei in ihrem Land an der Tagesordnung.

Seine Fleischgerichte waren stadtbekannt: Ex-Oberbürgermeister Christian Ude war hier öfter zu Gast. Der Rummel hat sich gelohnt: Das Lokal war gestern proppenvoll, die Gäste wollten allesamt Almasris Spezialitäten probieren. 

Tina Layes

Zuletzt lief in München die Eröffnung des Clubs „Blitz“ völlig aus dem Ruder. Es kamen so viele Menschen, dass die Polizei einschreiten musste. Einige Besucher warteten stundenlang im Regen. 

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Irrer Trommler: Japaner flippt an Spielautomat aus

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