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An der Fassade an der Auenstraße entsteht gerade das Graffiti-Kunstwerk

Bunte Verteidigung

Nobel-Wohnblock: Ungewöhnliches Mittel gegen Graffiti - Hilft ein Ehrenkodex?

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Straßenkunst soll Schmierer vom Nobel-Wohnblock im Dreimühlenviertel fernhalten - dort hatten Vandalen immer wieder mit Schmierereien gegen die Gentrifizierung protestiert.

Die Autofahrer fahren langsamer, Fußgänger bleiben staunend stehen. Was passiert denn da am Wohnquartier Rodenstock Garten im Dreimühlenviertel (Isarvorstadt)? Hier entsteht ein riesiges Graffito an der Wand. Ist das legal? Die Anwohner sind alarmiert: Dieses Haus ist seit Langem Zielscheibe von Gentrifizierungsgegnern und wird immer wieder beschmiert… Der Eigentümer des Gebäudes, die Versicherungskammer Bayern, gibt Entwarmung: Dieses Graffiti-Gemälde ist genehmigt – es ist ein Kunstwerk! 

Da wir seit Jahren mit Schmierereien auf den Fassaden zu kämpfen haben und die Reinigungskosten nicht unerheblich sind, kam uns diese Idee: Graffiti gegen Graffiti“, erklärt ein Sprecher der Versicherungskammer Bayern. Die Eigentümerin habe die Hoffnung, dass Graffiti nicht mit Graffiti übersprüht werden und der Vandalismus damit endlich ein Ende hat. 

Der Sprecher: „In der Szene gibt es diesen Ehrenkodex, nichts zu übersprühen. Wir hoffen, da halten sich auch die nicht autorisierten Sprayer dran.“ Die Kosten trägt die Versicherungskammer Bayern selbst. 

Am Wochenende soll das Werk eines renommierten Künstlers fertig sein. Darauf wird unter anderem ein Männchen mit einem drohenden Zeigefinger zu sehen sein. Die Interpretation sollte den illegalen Sprayern klar sein… Zigtausende Euro Schaden haben die Schmierfinken in den vergangenen Jahren hier an der Fassade verursacht. „Gier“, „Yuppies aus dem Viertel mobben!“, „Yuppie verpiss dich!“ – solche und ähnliche Hassbotschaften haben die Täter an die Wände und Mauern geschrieben. 

Sogar vor dem dortigen Kindergarten haben die Randalierer nicht haltgemacht. Hier stand vergangenes Jahr „Verreck!“ auf den Fenstern. Der Höhepunkt der Attacken: Im Februar 2018 haben Unbekannte eine Fassade des Gebäudes an der Isartalstraße mit hartnäckiger, öliger Bitumenfarbe bespritzt – die klebt bis heute dort.

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Nina Bautz

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