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Ort des Geschehens war die Haltestelle der Münchner Hackerbrücke. Wie ist das Verhalten des Vaters zu bewerten: Selbstjustiz oder Notwehr? 

Selbstjustiz an der Hackerbrücke? 

Vater verteidigt Tochter gewaltsam gegen Grabscher - darum wurde auch er angezeigt

Ein Mann aus Unterschleißheim wollte seine Tochter nach einer sexuellen Belästigung an der Hackerbrücke beschützen. Doch durfte er so vorgehen? 

Update am 4. Oktober: Am Dienstag berichteten wir über einen Vorfall an der S-Bahn-Haltestelle Hackerbrücke. Dort fasste ein angetrunkener Mann aus Eritrea an den Hintern einer 21-Jährigen aus Giesing. Als ihr Vater die Grabscher-Attacke bemerkte, schlug er dem ebenfalls 21-Jährigen mit der Faust ins Gesicht. 

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Hackerbrücke: Puchheimerin will junger Frau helfen - deren Freund dankt es ihr mit einer Platzwunde

Nicht zu fassen: Eine Puchheimerin wollte einer 21-Jährigen eigentlich nur auf helfen, nachdem diese an der Hackerbrücke gestürzt war. Deren Freund störte sich aber offenbar daran - und ging auf die Frau los.

Darauf erstattete die Polizei zwei Anzeigen. Nun wird wegen einer sexueller Belästigung gegen den jungen Mann und wegen einer Körperverletzung gegen den 42-Jährigen aus Unterschleißheim ermittelt. 

Dass nun auch der Vater eine Anzeige an der Backe hat, sorgte bei vielen Lesern von Merkur.de und tz.de für Unmut. Im Kommentarbereich unter diesem Artikel sowie auf Facebook äußerten sie die Meinung, der Vater habe in Notwehr gehandelt, und man könne von ihm nicht erwarten, tatenlos daneben zu stehen. Viele verstehen nicht, wieso der 42-Jährige nun dafür bestraft werden soll, dass er seiner Tochter helfen wollte.

Wir fragten deshalb bei der Bundespolizei München nach, wieso es hier auch gegen den Vater zur Anzeige kam. Sprecherin Petra Wiedmann erklärte: „Es ist Aufgabe der Justiz, den Fall zu bewerten. Es besteht der Verdacht, dass es zwei Straftaten gab, zum einen die sexuelle Belästigung und zum anderen die Körperverletzung. Die Polizei ist gesetzlich dazu verpflichtet, beides zur Anzeige zu bringen.“

Wiedmann sagte außerdem, dass man bei solchen Vorfällen als Betroffener andere Handlungsoptionen habe. Insbesondere zur Wiesn-Zeit stehe am S-Bahnhof Hackerbrücke „jede fünf Meter“ ein Beamter oder jemand von der DB-Sicherheit bereit. Wiedmann rät dazu, die Sicherheitskräfte vor Ort auch präventiv anzusprechen, wenn einem etwas verdächtig vorkommt. Man solle dann aktiv auf die Beamten zugehen und um Hilfe bitten. 

Erstmeldung am Dienstag: Mann belästigt Frau an Hackerbrücke - Vater geht auf Täter los

München - Ein 42-jähriger Mann aus Unterschleißheim übte nach einer sexuellen Belästigung seiner Tochter Selbstjustiz. Er hat einen 28-jährigen Mann aus Eritrea geschlagen, weil dieser der Tochter des Unterschleißheimers unter den Rock gefasst haben soll.

Der Vorfall ereignete sich am Sonntag, 30. September, gegen Mitternacht an der S-Bahn-Haltestelle Hackerbrücke. Der Mann aus Eritrea fasst der 21-jährigen Frau aus Giesing unter dem Rock an den Hintern. Er war zum Zeitpunkt der Tat mit 1,28 Promille alkoholisiert. Der Vater der 21-Jährigen schlug dem Mann daraufhin mit der Faust ins Gesicht.

Ein Mitarbeiter der Deutschen Bahn Sicherheit beobachtete den Vorfall und alarmierte die Polizei. Der Mann aus Unterschleißheim verweigerte gegenüber den Beamten die Atemalkoholkontrolle. Die Polizei ermittelt jetzt gegen den 28-jährigen Mann wegen sexueller Belästigung und gegen den 42-Jährigen wegen Körperverletzung.

Zur Zeit des Oktoberfest kommt es immer wieder zu Fällen von sexueller Belästigung. Am gleichen Tag wurde ebenfalls an der S-Bahn-Haltestelle Hackerbrücke festgenommen, weil er Frauen im Dirndl unter den Rock fotografiert hatte. Auch eine Frau wurde auf der Wiesn mit einem Maßkrug verletzt, weil sie sich gegen eine sexuelle Belästigung wehrte.

Auch auf einem Volksfest in Oldenburg kam es zu einem schlimmen Vorfall: Ein junger Mann ist nach seinem Besuch auf dem Kramermarkt von einer Gruppe überfallen, ausgeraubt und schwer verletzt worden. Die Tat hatte wohl einen rechten Hintergrund.

Tödliches Ende eines Streits in Hannover: Ein Fahrradfahrer hat auf einen Fußgänger eingeprügelt - das Opfer wurde dabei getötet. Brisant: Der Verdächtige soll ein Kick-Boxer sein und ist zunächst wieder auf freiem Fuß.

sch

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