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Einsatzkräfte der Polizei waren am Montag auf dem Münchner Südfriedhof unterwegs.

Großeinsatz am Montag

Bei Spaziergang auf Südfriedhof: Duo findet verdächtigen Gegenstand - Gelände wird sofort abgeriegelt

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Zu einem Großeinsatz der Polizei kam es am Montag auf dem Münchner Südfriedhof. Spaziergänger hatten Alarm geschlagen - und damit genau richtig reagiert.

München - Völlig unscheinbar sah das Ding aus – wie ein Stück eines alten Grabkreuzes oder eine verwitterte Eisenstange. Doch als Christian Lauw (44) und seine Arbeitskollegin Margit Fruhmann (53) das Teil am Montag bei einem Spaziergang am Alten Südfriedhof auf einem Grab liegen sahen, schrillten bei ihnen die Alarmglocken: Das ist eine Bombe! Die jederzeit hätte hochgehen können …

Lauw und seine Kollegin, die bei einer Bank am Sendlinger Tor arbeiten, gehen mittags oft über den Friedhof spazieren. Dass gerade er nun die Bombe fand, ist ein Glücksfall: „Ich wusste sofort, dass das ein Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg ist.“ Denn Lauw hat hobbymäßig früher auf dem Luitpolder Schlosspark mit dem Metalldetektor nach Schätzen gesucht – und dabei oft Blindgänger gefunden. Später suchte er an der Isar direkt danach, um die Polizei zu informieren und Schlimmes zu verhindern. „Ich weiß mittlerweile, wie vorsichtig man da sein muss.“

München: Mann findet verdächtigen Gegenstand - und ruft sofort die Polizei

Deshalb rief der 44-Jährige sofort die Polizei. Die kam und sperrte das Gelände ab. Der Kampfmittelräumdienst nahm die Bombe mit, um sie fachgerecht zu entsorgen.

Margit Fruhmann zeigt auf die Bombe am Grabstein.

Arglosen Passanten hätten beim Berühren des Stabs womöglich böse Brandverletzungen gedroht. Solche Stabbrandbomben mit einem Leitwerk aus Blech und Thermit als Ladung wurden im Zweiten Weltkrieg besonders von den Briten massenweise über den Städten abgeworfen, um Häuser in Brand zu setzen. Die von ihnen ausgelöste Stichflamme kann heftigen Schaden anrichten.

Wie die Bombe auf das Grab kam, konnte am Montag nicht geklärt werden. Vielleicht hat sie ein Gärtner ausgegraben und beiseite gelegt, ohne sich etwas dabei zu denken? Fest steht: Auch über 70 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs sind auch in München noch tonnenweise Bomben nicht entdeckt. 2017 wurden laut Innenministerium in Bayern 72 Tonnen Kampfmittel beseitigt – darunter 109 Spreng- und Splitterbomben.

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