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Die Autorin und Tierschützerin Daniela Böhm.

Daniela Böhm startet Aktion

Petition gegen Schlachthof: Schon über 50.000 Unterschriften

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München - Die Vorwürfe der Tierschutzorganisation PETA gegen den Münchner Schlachthof sind schwerwiegend. Nun hat Daniela Böhm eine Petition gestartet und wendet sich damit an OB Reiter. 

Neues Futter im Schlachthof-Fall: Die Tochter des verstorbenen Schauspielers Karlheinz Böhm (1928 – 2014), Daniela Böhm, hat eine Online-Petition gestartet. Die 54-Jährige fordert Oberbürgermeister Dieter Reiter (57, SPD) auf, alles zu tun, damit die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft zügig vorangehen und eine „lückenlose, schnelle und ehrliche Aufklärung der Vorfälle stattfinden kann“. Die Petition auf change.org hat seit vergangenem Montag über 50.000 Unterstützer erhalten. „Ich bin überwältigt von der Resonanz“, sagt Böhm der tz.

Wie berichtet, wirft PETA den Betreibern des Münchner Schlachthofs Tierquälerei und Hygienemängel vor. Tiere sollen falsch betäubt, ein Kühllager gereinigt worden sein, während noch Rinderhälften darin hingen. Die Münchner Schlachthof GmbH bestreitet das. Räume würden nur gereinigt, wenn sie leer seien. Und die Schlachtungen würden von einem Subunternehmen durchgeführt. Die Anwälte vermuten eine Kampagne gegen den Schlachthof, inszeniert von einem ehemaligen Mitarbeiter. 

PETA hat Anzeige erstattet. Die Staatsanwaltschaft ermittelt. Böhm glaubt nicht daran, dass die Vorwürfe aus der Luft gegriffen sind: „Ich glaube, dass da etwas nicht stimmt.“ Die 54-Jährige kritisiert in ihrer Petition: Sollten die Vorwürfe gegen den Schlachthof zutreffen, so müsse auch die Stadt handeln. Denn das Veterinäramt ist laut eigenen Angaben bei den Schlachtungen zugegen. 

Zudem fordert die Tierschützerin die Stadt auf, den Schlachthof wieder als Eigenbetrieb zu führen. Bekanntlich hat München das Gebäude verpachtet. Gestern haben zudem die Grünen im Bayerischen Landtag eine Anfrage gestellt. Rosi Steinberger sagt: „Wenn für das Fleisch tatsächlich Tiere gequält werden, muss vollständig aufgeklärt und die Missstände beseitigt werden.“ 

Sascha Karowski

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