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Derlei Bilder soll es in Zukunft an Neujahr nicht mehr geben.

Forderung im Bezirksausschuss

Politiker wollen Silvester-Ballerei an der Isar verbieten

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Das wäre mal ein Knaller! Lokalpolitiker aus dem Bezirksausschuss Isarvorstadt-Ludwigsvorstadt fordern ein Böllerverbot zu Silvester an der Isar.

München - Unter anderem führt das Gremium Umwelt- und Luftverschmutzung als Gründe an. Die Politik schießt gegen das Feuerwerk!

Der Antrag geht auf die Fraktionen von Grünen und Rosa Liste zurück. „Die renaturierte Isar ist ein wichtiges Naherholungsgebiet und als Landschaftsschutz- und FFH-Gebiet besonders schützenswert. Nur an Silvester schädigen wir es jedes Jahr“, sagt Arne Brach (Grüne).

Zum Beweis hat der Lokalpolitiker Fotos gemacht. Sie zeigen die Überbleibsel des Feuerwerks: Scherben, Sektflaschen, Raketenhüllen, Kartonagen. Isar und Hochwasserbett seien wegen des für Reinigungsmaschinen nur schwer zugänglichen Geländes teils wochen- und monatelang sichtbar verunreinigt. Zudem würden Niederschläge pyrotechnische Reststoffe in Boden und Wasser spülen. Glasscherben stellten ferner eine Gefahr für Kinder und Tiere dar.

Bislang gibt es in München keine Beschränkungen

Außerdem gab es – wie berichtet – nach Silvester ein Problem mit der Luft. Die Wetterlage hatte in diesem Jahr die vom Feuerwerk verursachte Feinstaubkonzentration auf extreme Werte steigen lassen. Nach Erkenntnissen des Umweltbundesamts erzeugt das Feuerwerk zum Jahreswechsel bundesweit in nur einer Nacht 4000 Tonnen Feinstaub – fast so viel, wie der gesamte Straßenverkehr in zwei Monaten!

Bislang gibt es im Stadtgebiet nahezu keine Beschränkungen für das Böllern zum Jahreswechsel – einzig im Bereich einiger Kliniken. Laut Bezirksausschuss würden weltweit immer mehr Länder und Kommunen teilweise oder in Gänze Verbote für Feuerwerk aussprechen, heißt es in dem Antrag. „Feuerwerksfreie Bereiche sind in München überfällig. Die Isarbereiche sollten als erste Gebiete künftig von Feuerwerk verschont werden.“

Die Entscheidung im Gremium fiel mit zwölf zu elf Stimmen knapp aus. Nun muss die Stadt prüfen, ob ein solches Verbot durchführbar ist. Bei der Verwaltung war am Faschingsdienstag niemand für eine Stellungnahme zu erreichen. Man hat es vermutlich krachen lassen.

Lesen Sie auch: Münchner Parteien fordern privates Böllerverbot an Silvester.

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