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Die Polizei brachte den Räuber zur Behandlung in die Nußbaumklinik. Dort sprang der 16-Jährige aus dem Fenster und ist seitdem auf der Flucht.

Er überfiel eine Verkäuferin in der Lindwurmstraße

Polizei fasst Räuber (16) - er verkroch sich auf Mamas Sofa

München - Nach seiner Flucht aus der Chirurgischen Klinik suchte der 16-jährige Pistolenräuber Zuflucht bei seiner Mutter. Das nutzte nichts, die Polizei spürte ihn dort auf.

Am Ende verkroch sich der Vorstadt-Räuber daheim bei Mama auf dem Sofa: Tagelang fahndete die Münchner Polizei nach einem 16-Jährigen, der kurz nach Silvester zunächst für einen größeren Polizeieinsatz auf der Lindwurmstraße gesorgt hatte und dann auf Socken aus der Chirurgischen Klinik in der Nußbaumstraße floh. Bereits am Donnerstag wurde er in der Wohnung seiner Eltern festgenommen.

Verkäuferin Giulia (22) wurde überfallen, Pizzabäcker Hawre R. (26) eilte ihr sofort zu Hilfe und überwältigte den Täter.

Der Iraker steht auf der Liste der jugendlichen Intensivtäter, hat schon mehr als 20 Delikte auf dem Kerbholz. Am 30. Dezember lauerte er abends in der Lindwurmstraße der Verkäuferin Giulia G. (22) auf, drückte ihr den Lauf einer Pistole ins Gesicht und wollte ihr das Wechselgeld abnehmen. Doch Giulia schrie wie am Spieß – so laut, dass ihr die Pizzabäcker aus der Nachbarschaft sofort zu Hilfe eilten. Einer zog dem Räuber beherzt die lange Pizzaschaufel über den Kopf. Mit vereinten Kräften wurde der 16-Jährige festgehalten und der Polizei übergeben. Die brachte ihn geradewegs in die Uni-Klinik, um seine Kopfplatzwunde versorgen zu lassen. Als der Arzt die Polizisten zu Beginn der Behandlung aus dem Zimmer schickte, hopste der Räuber von der Behandlungsliege, sprang aus dem Fenster im ersten Stock und verschwand auf Socken in der Dunkelheit.

Nach nur drei Tagen stöberten ihn Zivilkräfte daheim bei den Eltern auf. Der junge Räuber sitzt bereits in U-Haft.

Dorita Plange

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