Notarzteinsatz: Stammstrecke zwischen Stachus und Hackerbrücke gesperrt

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In der Kapuzinerstraße

Münchner (29) liegt schwerst verletzt auf der Straße: Unfallverursacher gefunden 

Eine zufällig vorbeikommende Zivilstreife der Polizei hat vergangene Woche einen Münchner (29) schwerst verletzt gefunden. Jetzt ist der Unfallverursacher gefunden, seine Aussagen passen nicht zu den gefundenen Spuren. 

+++ Update vom 22. September +++

Wie die Polizei berichtet, dass eine Befragung des Schwerverletzten ergab, dass er nur noch lückenhafte Erinnerungen an den Unfallhergang hat. Er konnte lediglich einen Begleiter nennen, mit dem er am Abend unterwegs war. 

Der Begleiter wiederum wusste noch, dass der Verunglückte nach einem gemeinsamen Kneipenbesuch in der Au in ein zufällig vorbeifahrendes Taxi, eine Mercedes Limousine, eingestiegen war. Er selbst war dann zu Fuß nach Hause gegangen. Mit Hilfe der Taxizentrale ermittelte die Polizei mehrere Taxen, die die Unfallörtlichkeit zum möglichen Unfallzeitpunkt befahren hatten.

Umfangreiche und intensive Überprüfungen der Unfallfluchtfahndung führten letztlich zu einem Fahrzeug, das als Taxi dort zum Einsatz gekommen war. Es stellte sich allerdings heraus, dass das betreffende Fahrzeug ein Toyota war. 

Der dazugehörige Fahrer konnte ebenfalls ermittelt werden. Bei ihm handelt es sich um einen 54-jährigen Münchner, der als Nachtfahrer bei einem Taxiunternehmen angestellt ist. Er räumte ein, den Fahrgast mitgenommen zu haben. Dann ließ er den Mann wegen dessen betrunkenen und aggressiven Verhaltens im Bereich der späteren Unfallörtlichkeit aussteigen.

Laut dem 54-Jährigen hatte der Fahrgast dann auch mit den Händen auf das Taxi eingeschlagen. Um weitere Eskalation zu vermeiden, war der Taxifahrer weitergefahren. 

Diese Aussage passt allerdings nicht zu den Spuren, die an dem Taxi gefunden wurden. Diese ließen darauf schließen, dass der 29-Jährige komplett überfahren wurde. Es fanden sich am Unterboden zahlreiche Schleif- und Anriebspuren, die augenscheinlich von der verletzten Person und deren Kleidung herrührten.

Welche Straftaten in dem Fall genau in Frage kommen muss die Staatsanwaltschaft München I noch bewerten. An einem dringenden Tatverdacht des 54-Jährigen bestehen laut Polizei jedoch keine Zweifel. 

Der 29-jährige Schwerstverletzte hatte erhebliche Verletzungen im Kopf- und Schulterbereich erlitten. Nach dem letzten Ermittlungsstand ist er wohl über mehrere Meter unter dem Auto mitgeschleift worden.

+++ Update +++ 

Laut einer Zeugenaussage ist der 29-jährige Verletzte kurz zuvor in der Humboldtstraße in ein Taxi (vermutlich Mercedes, älteres Modell) eingestiegen und in Richtung Kapuzinerstraße gefahren. Die Münchner Polizei ist deshalb auf der Suche nach dem Taxifahrer (Kontakt zur Polizei: siehe unten). 

Hier ist die Erstmeldung vom 15. September: 

München - In der Nacht von Donnerstag auf Freitag, gegen 3.35 Uhr, kam die Zivilstreife der Polizei zufällig in der Kapuzinerstraße auf Höhe der Hausnummer 25 vorbei. Die Beamten entdeckten den regungslosen Mann auf der Fahrbahn und stellten fest, dass er schwerst verletzt war. So teilt es die Polizei am Freitag mit.

Offensichtlich hat ein bislang Unbekannter den 29-Jährigen angefahren und ihn danach einfach liegen gelassen. Der Verletzte kam mit einem Notarzt in ein Münchner Krankenhaus, die Polizei geht davon aus, dass er durchkommen wird. So zumindest der aktuelle Stand vom Freitag.

Die Beamten müssen nun den Unfallhergang und das beteiligte Fahrzeug ermitteln. Ein Gutachter war vor Ort, es werden Spuren ausgewertet. Die Polizei ist dabei auch auf die Unterstützung von Augenzeugen angewiesen. 

Polizei sucht Zeugen

Wer etwas gesehen hat und sachdienliche Hinweise zu dem Vorfall geben kann, meldet sich beim Unfallkommando in der Tegernseer Landstraße 210 oder per Telefon 089/6216 3322. 

Geschichten aus dem Viertel posten wir auch auf der Facebookseite „Isarvorstadt - mein Viertel“. 

kg

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