Lebensgefährlich!

Polizei schickt Reisenden ins CT - und ist fassungslos

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Die Polizei hat am Münchner Hauptbahnhof einen Mann aufgegriffen, der nach Verona reisen wollte. Bei einer ersten Untersuchung fanden die Beamten Heroin - im CT trauten sie ihren Augen kaum.

München - Wie die Polizei berichtet, wurde ein Nigerianer (21) am Samstag gegen 18.05 Uhr von Zivilbeamten der Fahndungskontrollgruppe Mitte am Hauptbahnhof München einer Personenkontrolle unterzogen. Er wies sich mit einem gültigen nigerianischen Reisepass, italienischem Aufenthaltstitel und einem italienischen Personalausweis aus. Auf Nachfrage gab er an, mit dem Zug nach Verona (Italien) reisen zu wollen. Die Polizisten durchsuchten ihn und fanden insgesamt 22 Fingerlinge und zusätzlich 14 Plomben mit Heroin.

Der Festgenommene gab an, nicht zu wissen, um was es sich bei den Plomben handeln würde. Aufgrund der Form und der Verpackung des Heroins, war davon auszugehen, dass dieses für einen Transport im menschlichen Körper vorgesehen war. 

Der Mann hatte Massen Drogen im Körper

Der 21-Jährige gab an, keine weiteren Plomben im Körper inkorporiert zu haben. Bei einer durchgeführten Computertomographie (CT) wurde festgestellt, dass sich weitere circa 40 Fremdkörper (circa 4,2 cm x 1,5 cm) im Körper des Nigerianers befanden. 

Der Tatverdächtige wurde stationär in der Intensivstation einer Münchner Klinik aufgenommen und bis zur Ausscheidung aller im Körper befindlichen Betäubungsmittel polizeilich und ärztlich überwacht. Am Sonntag schied der 21-Jährige im Laufe des Tages insgesamt 47 Fingerlinge aus. 

Zur Herkunft der Betäubungsmittel wollte sich der 21-Jährige nicht äußern. Die kriminalpolizeilichen Ermittlungen dauern dahingehend noch an. Der Ermittlungsrichter im Polizeipräsidium München erließ einen Haftbefehl.

Immer wieder greifen Beamte der Polizei sogenannte Bodypacker auf. 

mm/tz

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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