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Schlachthof München

Kontrolle zeigt: Mängel bei der Schweineschlachtung

Eine Kontrolle am Münchner Schlachthof deckt Verstöße gegen Tierschutzbestimmungen auf – allerdings nur geringfügige.

München - Bei der Schweineschlachtung München GmbH haben Kontrolleure Verstöße gegen tierschutzrechtliche Bestimmungen festgestellt. Das hat Kreisverwaltungsreferent Thomas Böhle am Mittwoch bekanntgegeben. Die Verstöße seien allerdings nur als geringgradig einzustufen. Böhle reagiert damit auf eine Anfrage, die die Stadtrats-Grünen im Dezember gestellt hatten.

„Rund 60 Millionen Schweine werden in Deutschland jährlich geschlachtet, auch am Münchner Schlachthof“, hieß es in der Anfrage. Für eine Studie des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) seien 20 bayerische Schlachtbetriebe ein Jahr lang untersucht worden. „Die Studie zeigt, dass viele Betriebe durch Fehler und Nachlässigkeit bei der Betäubung von Schweinen gegen das Tierschutzgesetz verstoßen.“ Im schlimmsten Fall würden die Tiere ihre eigene Tötung bewusst miterleben. Die Grünen-Stadträte wollten wissen, wie es diesbezüglich um die Schweine in München bestellt ist.

Verstöße sind vor allem bauliche Mängel

Thomas Böhle gibt nun Entwarnung. Bei den Verstößen, die das LGL am Münchner Schlachthof festgestellt habe, handle es sich vor allem um bauliche und organisatorische Mängel. Zum Beispiel „einzelne Tränken mit unzureichendem Wasserzufluss (inzwischen behoben)“ oder „vereinzelt geringgradige Überbelegung der Wartebuchten“. Auch mögliche Fehler des Personals will man eingegrenzt haben. „Individuelles Fehlverhalten einzelner Mitarbeiter wurde im Rahmen von betriebsinternen Schulungen abgestellt“, so Böhle. Ein Mangel fällt jedoch auf: Ein Warnsignal, das aufleuchtet, wenn die Betäubung nicht richtig funktioniert hat, soll nicht sichtbar genug platziert sein. „Bei auf das Tier gerichtetem Blick kann der Betäuber das optische Signal nicht deutlich sehen. Hierzu muss er die Blickrichtung verändern“, schreibt Böhle. Da sind aufmerksame Schlachter gefragt.

man

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