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S-Bahn-Stillstand: Tausende Pendler wichen aufgrund der Stammstrecken-Sperrung auf die U-Bahn aus – entsprechend voll war’s.

Stammstrecken-Gau

Stundenlanger S-Bahn-Stillstand sorgt für Pendler-Frust: „Absolut mangelhaft“

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Ein Wasserschaden im Tunnel der Münchner S-Bahn-Stammstrecke sorgte für einen Totalausfall der Züge und Ärger bei den Fahrgästen. Sie fühlen sich von der Bahn im Stich gelassen.

München - Nix ging mehr! Für viele Stunden! Bahn-Fahrgäste mussten am Dienstag mal wieder Geduld haben – und davon sehr viel: Von 10.30 Uhr an war die Stammstrecke gesperrt. Und bis zum späten Abend fuhren die Züge immer noch nicht. Die Folge: Chaos im Feierabendverkehr auf allen Linien. Der Grund für die Megastörung: Im Gleisbereich zwischen den Haltestellen Hackerbrücke und Hauptbahnhof hatte sich Wasser gesammelt. Ob die undichte Stelle im Tunnel wegen der Bauarbeiten zur zweiten Stammstrecke aufgetreten ist, konnte bis zum Mittwochmorgen nicht geklärt werden. Und auch am Mittwoch rätselten die Experten noch. Von einer Bahnsprecherin hieß es: „Wir arbeiten mit Hochdruck daran, die Ursache zu eruieren.“ Von 10.30 Uhr an konnten jedenfalls wegen des massiven Wassereinbruchs zwischen Hackerbrücke und Isartor keine Züge verkehren. 

S-Bahn-Stillstand: Fahrgäste fühlen sich unzureichend informiert

Die S-Bahnen endeten vorzeitig in Pasing oder am Ostbahnhof. Auch die zentralen Knotenpunkte Hauptbahnhof, Karlsplatz undMarienplatz waren betroffen. Tausende Fahrgäste mussten auf andere Verkehrsmittel wie U-Bahn oder Tram ausweichen. Der Ärger bei vielen Pendlern war groß. Bis zum Abend kam es zu Störungen und Verspätungen im gesamten S-Bahn-Netz. Andreas Barth, Sprecher des Fahrgastverbandes Pro Bahn, bezeichnete die Kommunikation der Bahn als „absolut mangelhaft“. Die Stammstrecke sei elementar für München. „Bei so einem großen Schaden erwarte ich maximale Transparenz.“ Dies sei nicht der Fall gewesen. Auch die Bahn-Hotline fiel lange Zeit aus. 

München: Sind die Bauarbeiten an der zweiten Stammstrecke schuld am Wasserschaden? 

Um das Wasser abzupumpen, musste die Bahn Verstärkung von der Feuerwehr anfordern. Die Einsatzkräfte waren mit acht Fahrzeugen und zeitweise bis zu 40 Mann vor Ort. Die Bahn lässt seit Jahresbeginn rund um den Hauptbahnhof Brunnen und Grundwassermessstellen bohren. Die 60 Meter tiefen Brunnen sollen während des Baus der unterirdischen Haltestelle für die zweite Stammstrecke das Grundwasser „entspannen“, wie es heißt. Die neuen Röhren werden nämlich tief im Grundwasser liegen. Ob im Zuge der Bauarbeiten für die zweite Stammstrecke Wasser durchgesickert ist? Das sei reine Spekulation, hieß es von der Bahn.

Zweite Stammstrecke geht mit Verzögerung an den Start

Auf der aktuellen Stammstrecke fahren täglich rund 1000 Züge. Etwa 840 000 Menschen nutzen die S-Bahn pro Werktag. Zur Entlastung des störungsanfälligen Netzes wird die zweite Stammstrecke gebaut. Sie soll 2028, zwei Jahre später als ursprünglich geplant, in Betrieb gehen und verläuft überwiegend durch einen neuen Tunnel.

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Auch bei einigen Trambahnlinien müssen sich Fahrgäste in den Sommerferien auf Störungen und Umleitungen einstellen. Grund ist eine Gleiserneuerung, die zwei Wochen andauern soll.

Lesen Sie in unseremS-Bahn-Ticker immer top-aktuell alle Störungen und News zur S-Bahn München - gespickt mit Hintergrundberichten unserer Redaktion zur S-Bahn und dem gesamten ÖPNV Münchens.

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