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Der größte Flohmarkt Bayerns findet einmal im Jahr auf der Theresienwiese statt. Im Hintergrund ein Teil des umstrittenen Baumgrabens.

Bezirksausschuss kritisiert Verschmutzung 

Streit um Theresienwiesen-Flohmarkt

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München - Der Bezirksausschuss Ludwigs-/Isarvorstadt hat gefordert, den alljährlichen Frühlingsflohmarkt auf der Theresienwiese neu auszuschreiben. Die Lokalpolitiker sind mit dem Bayrischen Roten Kreuz (BRK) als Veranstalter unzufrieden.

Auch heuer werden am Samstag, 16. April, wieder zehntausende Schnäppchenjäger zur Theresienwiese strömen. Aus ganz Bayern reisen die Menschen an, so beliebt ist der Mega-Flohmarkt. Zu Füßen der Bavaria tummeln sich bei gutem Wetter mehr als 3000 Verkäufer. Es ist der größte Flohmarkt Bayerns. Aber nicht alle verkaufen auf der Kiesfläche. Auch in Richtung Paulskirche und Bavariaring, wo viel Laufkundschaft ist, breiten sich die Verkäufer aus und belegen dabei auch den Baumgraben, der das Gelände umfasst.

Florian Florack (CSU) und der Bezirksausschuss-Vorsitzende Alexander Miklosy (RoLi) lehnen diese Ausweitung des Gebietes ab. Sie fordern: „Der Flohmarkt sollte nur innerhalb der Theresienwiese sein. Und: Der Grünstreifen ist in Eigenleistung durch den Veranstalter zu reinigen.“ Wird diese Reinigung nicht erledigt, solle dem Roten Kreuz von der Stadtgärtnerei eine entsprechende Rechnung gestellt werden.

Grund für den Ärger sind laut Miklosy die negativen Erfahrungen der vergangenen Jahre. Darum gehen die Lokalpolitiker mehrheitlich sogar noch einen Schritt weiter und fordern, dass die Veranstaltung im kommenden Jahr neu ausgeschrieben werden soll, „damit eine ordnungsgemäße Durchführung gewährleistet“ ist. Dann könne auch eine entsprechende Strafe vertraglich formuliert werden, wenn gegen die Auflagen verstoßen wird.

Die Stadt bleibt gelassen

Chancen dürfte der Vorstoß kaum haben. Nach Auskunft des zuständigen Referats für Arbeit und Wirtschaft bestehe für diesen Flohmarkt eine sinnvolle Ausnahmegenehmigung. „Eine Belegung der Grünflächen am Bavariaring durch Flohmarkthändler ist erfahrungsgemäß in der Praxis kaum zu verhindern“, sagt Referats-Sprecher Wolfgang Nickl. Die Stadt erlaube deshalb die Nutzung der Grünflächen und Baumgräben als sogenannte Überlauffläche. Die Dauer der Nutzung werde nach Bedarf mit der örtlichen polizeilichen Einsatzleitung abgestimmt. Zudem erklärt Nickl: „Der Vertrag zwischen der Stadt und dem BRK als Veranstalter des Flohmarktes wird jährlich geschlossen. Bisher war das BRK der einzige Bewerber.“

Der Südteil der Theresienwiese könne gemäß vertraglicher Vereinbarung während des Flohmarktes als Parkplatz genutzt werden. Diese Parkplatzbewirtschaftung sei ebenfalls Bestandteil des Flohmarkt-Vertrages und unabhängig vom ganzjährig betriebenen Parkplatz auf dem Nordteil der Theresienwiese. Nach eigenen Angaben finanziert das Rote Kreuz aus den erzielten Überschüssen aus Stand- und Parkplatzgebühren wichtige soziale Aufgaben.

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