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Die Linien U3 und U6 halten an der Station Poccistraße.  

U-Bahnhof Linie U3 und U6

Poccistraße: Decke abgesenkt - Vollsperrung nur "Ultima Ratio"

München - Die MVG überprüft kontinuierlich das Ausmaß. Unklar ist offenbar, wann die Decke wanderte - bereits bei der Herstellung des Bauwerks Mitte der 70er-Jahre oder danach.

Am U-Bahnhof Poccistraße hat sich die Decke um 39 Millimeter abgesenkt. Dies bestätigte der Sprecher der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG), Matthias Korte. Bislang gibt es keine Anzeichen, dass der wichtige Bahnhof der Linien U3 und U6 deswegen aus Sicherheitsgründen gesperrt werden muss. „Dies käme nur als Ultima Ratio in Betracht“, erklärt Korte.

Nach Auskunft des MVG-Sprechers führen Sachverständige regelmäßig Messungen im U-Bahnhof Poccistraße durch. Das Monitoring läuft seit Mai. Bis September werden Korte zufolge spezielle Messgeräte installiert, um das Verfahren zu automatisieren. Mit der Untersuchung können mögliche Veränderungen an den 31 Deckengewölben, die den Bahnsteig und die Betriebsräume überspannen, erkannt werden.

Provisorische Stützkonstruktionen Ende 2016 geplant

Anlass für das Monitoring sind die Ergebnisse eines von der MVG Mitte 2015 beauftragten externen Ingenieurbüros. Hierbei wurde festgestellt, dass sich die Deckengewölbe an den Anschlussstellen zwischen Bahnsteig und Gleisbereichen um bis zu 39 Millimeter abgesenkt hatten. Unklar sei jedoch, ob dies bereits bei der Herstellung des Bauwerks Mitte der 70er-Jahre oder danach geschehen sei. Zudem hätten die Untersuchungen ergeben, dass das Bauwerk statisch zu schwach ausgelegt worden sei. Deshalb haben die Stadtwerke München (SWM), Muttergesellschaft der MVG, die kontinuierliche Beobachtung des Bauwerks veranlasst.

Bauherr des Bahnhofs war das damalige U-Bahnreferat der Landeshauptstadt. Die SWM haben das fertige Bauwerk 1998 übernommen. Obwohl laut Korte erste Risse in der Decke bereits früher festgestellt wurden, sei die Tragfähigkeit der Konstruktion zuletzt 2010 durch Gutachter bestätigt worden. Beim jetzigen Monitoring wurden nach Bekunden des MVG-Sprechers bisher keine Veränderungen festgestellt. Sofern dies der Fall sein sollte, wären Abhilfemaßnahmen im Einzelfall zu prüfen. Provisorische Stützkonstruktionen will die MVG Ende 2016 einbauen. Eine größere Sanierung ist laut Gutachter-Empfehlung in spätestens fünf Jahren erforderlich. 

Klaus Vick

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