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Das Wetter war am Dienstag zu schlecht zum arbeiten. Stau gab’s am Sendlinger Tor trotzdem.

Bahnhofsdecke wird saniert

Verkehrschaos am Sendlinger Tor - trotz erzwungener Baupause

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Für Unmut sorgt die Baustelle am Sendlinger Tor regelmäßig. Manchmal ist der Ärger allerdings etwas größer. So wie am Dienstag, als der Platz wegen der Sanierung der Bahnhofsdecke komplett gesperrt war, die Arbeiten aber abgebrochen werden mussten.

München - Eigentlich wollte die Stadt am Dienstag ab sieben Uhr am Sendlinger Tor das Dach des U-Bahnbauwerks markieren und für eine Sanierungen vorbereiten. Dafür sperrte sie die Kreuzung zwischen Blumen-, Lindwurm- und Sonnenstraße. Markiert wurde dann aber doch nichts - wegen schlechten Wetters. 

Die Verkehrsteilnehmer waren sauer: „Allein von der Schwanthalerstraße zum Sendlinger Tor habe ich 20 Minuten gebraucht“, schimpfte Versicherungsfachmann Benjamin Nikl (41) inmitten eines lauten Hupkonzerts. „Eigentlich bin ich gut drauf, aber der Stau gibt sich größte Mühe, das zu ändern.“

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Besondere Gefahr für Fahrradfahrerin

Nicht nur für Autofahrer war die Lage stressig. Fahrradfahrer mussten doppelt aufpassen. „Bei dem Chaos nehmen Autos den Trambahnen die Vorfahrt, überall ist Stau und Gehupe von rücksichtslosen Autofahrern - und wir Fahrradfahrer sind mittendrin“, sagte die 57-Jährige Sachbearbeiterin Marianne Kramschuster. „Wir sind das schwächste Glied im Straßenverkehr und die Situation ist unübersichtlich und chaotisch.“

Die Projektleiter warteten am Dienstag vier Stunden, bis die endgültige Entscheidung fiel: Es finden keine Markierungsarbeiten statt. Die Sperrung wurde aufgehoben, die Arbeiten verschoben. Bei Regen könne nicht gearbeitet werden. Jetzt wird nach einem neuen Termin gesucht. „Es kann noch einige Tage dauern, bis alle Beteiligten sich auf einen neuen Termin geeinigt haben“, sagte MVG-Pressesprecher Matthias Korte. Dann wird wieder gesperrt, und wieder wird es chaotisch.

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Modernisierung des U-Bahnhofs seit mehr als einem Jahr

Seit mehr als einem Jahr wird der U-Bahnhof bereits modernisiert. Die dazugehörige Baustelle ist längst Teil des Stadtbildes geworden. Nicht nur die Geduld der Autofahrer wird hier strapaziert, die Baustelle fordert auch die Fahrgäste der MVG. Wegen Sanierungsarbeiten im Gleisbereich mussten die Linien U1 und U2 in den vergangenen Wochen immer wieder samstags und sonntags unterbrochen werden - zuletzt am vergangenen Wochenende.

Am Osterwochenende wird nicht gebaut, das nächste Bau-Wochenende ist am 7. und 8. April. „Eigentlich hatten wir zwei Wochen später noch einmal ein Bauwochenende geplant“, verrät Matthias Korte. „Weil wir aber früher fertig geworden sind, kann dieses Wochenende entfallen.“

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Einschränkungen im Spätverkehr ab 23 Uhr

Danach geht es dann auf anderer Ebene weiter. Ab dem 23. April ist der Bahnhof der Linien U3 und U6 dran. Dabei wird es zunächst zu Einschränkungen im Spätverkehr ab 23 Uhr kommen. „Am Pfingstwochenende beginnen dann die Bau-Wochenenden mit einem ähnlichen Konzept wie bei U1 und U2“, erklärt Korte. Das heißt: Die Linien werden im eingleisigen Betrieb mit dem Pendelzugkonzept bedient.

Außerdem will die MVG Ausweichmöglichkeiten empfehlen. Etwa 15 solcher Wochenenden sind für dieses Jahr geplant. Allerdings werden die U3 und U6 nicht das komplette Wochenende unterbrochen, sondern immer erst ab Samstagabend um 21 Uhr. Die Bauarbeiten am Sendlinger Tor dauern noch bis 2022.

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Marc Kniepkamp, Jonas Schumann

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