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Die Teestube „Komm“ ist Anlaufpunkt für viele Wohnungslose in München. Mittlerweile oft zu viele.

Thema im Stadtrat

Wegen Überlastung: Zweite „Teestube“ für Obdachlose gefordert

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Die Teestube „Komm“ in der Zenettistraße, ein wichtiger Anlaufpunkt für obdachlose Menschen, ist immer öfter überlastet. Ob es eine zweite Einrichtung dieser Art geben soll, entscheidet der Stadtrat am Donnerstag. 

München - 550 Obdachlose: Noch immer ist das die Zahl, die die Stadt angibt, wenn es darum geht, wie viele Menschen in München geschätzt auf der Straße leben. Eine Studie, die neue Zahlen liefern soll, läuft. Mit Ergebnissen wird 2018 gerechnet. 

Dass es weit mehr Menschen sind, die „Platte machen“, ist anzunehmen, Das zeigt sich auch seit einiger Zeit bei der Teestube „komm“ des Evangelischen Hilfswerks an der Zenettistraße. Im vergangenen Winter, als wochenlang Minustemperaturen herrschten, war die Wärmestube mit 70 Sitzplätzen, jeden Tag brechend voll. Bis zu 200 Leute kamen jeden Tag zwischen 14 und 20 Uhr. Der Ruf nach einer zweiten Teestube wurde laut. Am Donnerstag entscheidet nun der Stadtrat, ob eine weitere Einrichtung für Obdachlose in München entsteht.

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Immer öfter hätten Hilfesuchende von der Teestube abgewiesen werden müssen, heißt es im Bericht von Sozialreferentin Dorothee Schiwy (SPD). An vielen Tagen könnten nicht mehr alle, die wollen, sich dort waschen, in einer von zwei Duschen duschen oder ihre Wäsche waschen. Die Stimmung in dem Tagestreff sei, auch wegen der Wartzeiten und der Enge, zunehmend aggressiv. „Es mehren sich Hausverbote und Polizeieinsätze“, so Schiwy.

Auch Beratungsangebote

Die Lage entspannen sollen nun ein Sicherheitsdienst für die Teestube „komm“ (55.000 Euro pro Jahr) und ein weiterer Tagestreff, für den in einem Auswahlverfahren ein Träger gesucht wird. 2018 will die Stadt rund 930.000 Euro an Sach-, Personal- und Betriebskosten für die neue Anlaufstelle bereitstellen, ab 2020 dann jährlich noch knapp 690.000 Euro.

Der Treff soll täglich sechs, an Wochenenden acht Stunden geöffnet sein, 70 bis 100 Sitzplätze bieten sowie Trockner, Waschmaschinen, Duschen, Kochplatten und Schließfächer. Wie in der Teestube sollen Obdachlose sich nicht nur aufwärmen und waschen können, sondern beraten und im besten Fall in Wohnraum vermittelt werden. Der Standort soll „im Innenstadtbereich liegen, nicht aber direkt am Hauptbahnhof“, heißt es in der Beschreibung des Vorhabens.

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Problem wird die Suche nach einer Immobilie

Problematisch könnte werden, dass der Träger die Räume selbst anmieten muss. Wie das Referat in einer Stellungnahme anmerkt, plane die Soziale Dienste Psychiatrie GmbH bereits seit zwei Jahren einen Tagestreff für alkoholabhängige Menschen. Die Umsetzung scheitere aber bislang „am Fehlen einer geeigneten Immobilie“.

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