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Aurel A. (38) wird versuchter Mord vorgeworfen. Seit dem 12. Oktober steht er vor dem Landgericht. 

Der Tatvorwurf: versuchter Mord

Wollte der Messerstecher vom Hauptbahnhof seine Cousine rächen?

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Wollte er seine tote Cousine rächen? Und wurde er deshalb fast zum Mörder? Diese zwei Fragen entscheiden über das Schicksal von Aurel A. (38). Er steht seit Donnerstag vor dem Landgericht.

München - Die Tat, die Aurel A. (38) vorgeworfen wird: versuchter Mord! Aurel A. hatte am 17. Oktober 2016 einen alten Bekannten niedergestochen, den er am Hauptbahnhof wieder getroffen hatte. Ihn kannte er aus seinem früheren Leben in Rumänien: Schon vor Jahren hatte dieser Ioan K. (Name geändert) die Cousine des Angeklagten ermordet und wurde zu einer langen Haftstrafe verurteilt. 

Den schmerzlichen Verlust hatte Aurel A. hinter sich gelassen und war nach München gezogen, um ein neues Leben zu beginnen. Durch Zufall traf er Ioan K hier im vergangenen Oktober wieder. Beide leben auf der Straße. Am Hauptbahnhof suchten sie nach einem Schlafplatz. „Ich hörte seine Stimme, als er telefonierte. Ich wusste sofort, dass er es war“, sagte A. Die Tatvorwürfe gab er zu. 

Von hinten stach er mit einem Taschenmesser auf sein Opfer ein

Mit einem Taschenmesser, das er in der Faust versteckt hielt, stach er von hinten auf sein Opfer ein und traf dessen rechtes Auge. Laut Anklage ein gezielter Angriff! Denn sein linkes Auge hatte Ioan K. bereits als Kind verloren. Ihn wollte Aurel A. wohl für immer entstellen. Als Strafe für den Verlust seiner Cousine! „Es ging hin und her. Ich war voller Adrenalin“, schilderte A. den Kampf, der sich bis zur Hackerbrücke verlagert hatte. Als Ioan K. zu Boden fiel, soll Aurel A. zugestochen haben – angeblich kassierte er vorher eine Kopfnuss. Passanten riefen die Polizei. Nun droht lange Haft. Verteidigerin Birgit Schwerdt: „Es tut ihm leid, dass der Geschädigte so schwer verletzt wurde.“ 

Die wichtigsten Geschichten aus diesem Teil Münchens posten wir auch auf der Facebook-Seite „Ludwigsvorstadt - mein Viertel“.

thi

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